Nachwuchs im Fokus

Jugend erobert die Bühne: Stummer Schrei startet mit Workshop und Rückkehr von „Judas“

Noch bis zum 1. August wird der „Brandner Kaspar“ beim Stummer Schrei gezeigt. Alle Vorstellungen sind ausverkauft.
© Stummer Schrei M. Haun

Das Kulturfestival in Stumm im Zillertal setzt in dieser Woche ganz auf den Nachwuchs. 30 junge Menschen tauchen in die Welt des Theaters ein.

Der Stummer Schrei widmet sich diese Woche intensiv der Nachwuchsförderung. In einem Workshop unter der Leitung von Verena Kirchner und Lena Middeldorf arbeiten 30 Kinder und Jugendliche an ihrer Bühnenpräsenz. Fantasie, Mut und Spielfreude stehen dabei im Mittelpunkt.

Jugend mit Verantwortung

Das Festival lebt nicht nur von den Darstellern auf der Bühne, sondern auch von jungen Menschen, die hinter den Kulissen mitgestalten. Hannah und Klaus, die Jugendsprecher des Festivals, geben Einblick in ihr Engagement: „Wir sind das Sprachrohr der Jugend und die Verbindung zwischen Vorstand und jungen Teilnehmern“, erklärt Hannah. Klaus ergänzt: „Wir helfen mit und organisieren - überall dort, wo es etwas zu tun gibt.“

Beide betonen die Bedeutung der Jugendpartizipation. Denn es sei nicht selbstverständlich, dass Jugendliche bei einem Kulturfestival mitreden dürfen. Ihr Appell an interessierte junge Menschen: „Traut euch. Man wird offen aufgenommen und kann wirklich etwas bewirken.“

„Judas“: Starke Wiederaufnahme

Neben dem Jugendworkshop feiert das Festival die Wiederaufnahme des Stücks „Judas“. Marcus Freiler steht in dem Monolog von Lot Vekemans allein auf der Bühne.„Seine Darstellung macht nachdenklich und bleibt haften“, heißt es von Seiten der Veranstalter. Theaterfreunde haben am Mittwoch, 23. Juli, um 20 Uhr im Theatersaal Hotel Tipotsch in Stumm die letzte Gelegenheit, die Aufführung zu sehen.

Podcast und Ensemble-Einblicke

Begleitend zur Aufführung wurde eine neue Folge des Festival-Podcasts veröffentlicht. In "Allein im Licht" spricht Marcus Freiler über die Herausforderungen eines Soloauftritts und die Kraft stiller Momente auf der Bühne.

Das Festival gibt zudem Einblicke in die Arbeit des Ensembles. In der Serie „Gesichter auf der Bühne“ werden drei Darsteller des Stücks „Brandner Kaspar“ vorgestellt, die von ihren Erfahrungen und der Faszination des Theaterspielens berichten. Bernhard Eberharter, der den Florian spielt, schätzt besonders die Zusammenarbeit mit neuen Ensembles und Regisseuren: „Es lässt einen jedes Mal wachsen.“

Das Stummer Schrei Festival zeigt einmal mehr, dass es mehr ist als nur eine Bühne für Aufführungen. Es ist ein Ort der Begegnung, des Lernens und der kreativen Entfaltung für Menschen aller Generationen.