„Rückerstattung durch ÖGK“: Warnung vor gefälschten E-Mails
Wer auf eine Rückzahlung von der ÖGK wartet, muss oft Geduld beweisen. Das machen sich nun Betrüger zunutze: Die Arbeiterkammer warnt vor gefälschten E-Mails, die derzeit viele Menschen in Tirol erreichen.
Geld zurück von der ÖGK: Mit dieser Masche versuchen aktuell Betrüger, ihren Opfern Geld aus der Tasche zu ziehen. Zahlreiche Tirolerinnen und Tiroler erhalten derzeit E-Mails, die scheinbar im Auftrag der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) versendet werden, berichtet die Arbeiterkammer Tirol (AK) am Montag in einer Aussendung.
Darin teilt laut AK eine angebliche „Mag. Julia Wagner – Leiterin des Finanzservice“ mit, dass eine Rückerstattung der ÖGK in Höhe von 485,95 Euro abrufbar wäre. Um die Rückerstattung zu erhalten, müssten ein Button „Zahlung anfordern“ angeklickt und in einem Webformular persönliche Informationen und Bankdaten angegeben werden. Folgt man dieser Aufforderung, fallen diese Daten aber in die Hände von Kriminellen – und damit drohen finanzielle Schäden. Die AK rät daher, diese E-Mails nicht zu beachten, sie am besten sofort zu löschen und generell im Zweifel noch vor dem ersten Klick beim Versicherungsträger direkt nachzufragen.
Klare Hinweise auf Fake-Mail
Die E-Mails werden von den AK-Expert*innen der Abteilung Konsumentenschutz als „potenziell sehr gefährlich“ eingestuft. „Zahlreiche ÖGK-Versicherte warten tatsächlich sehr lange auf eine Rückerstattung für ihre eingereichten Arztrechnungen und sind daher für gefälschte Nachrichten zu – vielleicht schon lange erwarteten – Rückzahlungen besonders empfänglich“, warnt die AK. Auch die Urlaubszeit könne dazu beitragen, dass der Benachrichtigung zu einer in Aussicht gestellten Überweisung besonders gerne und schnell geglaubt wird.
Dabei liefert bereits die E-Mail-Adresse des Absenders (paulvyhnalek@claudia-botz.shop) den ersten deutlichen Hinweis, dass die Nachricht nicht von der ÖGK stammen kann. Auch der in der Mail angeführte Link, der auf eine mit ÖGK-Zeichen nachgemachte Website führt, gibt deutliche Hinweise auf Betrug: Die Adresse in der Browserleiste (pharmamix.us) sollte die Alarmglocken schrillen lassen – ein kritischer Blick kann verhindern, dass man zum Opfer wird. (TT.com)
💡 Tipps der AK: Was tun bei Phishing-Versuchen?
- Misstrauen Sie grundsätzlich E-Mails, die Rückzahlungen oder hohe Geldsummen versprechen und Sie hierfür zu Handlungen auffordern!
- Folgen Sie keinen angeführten Links von unbekannten Absendern!
- Geben Sie insbesondere niemals Konto- sowie Kreditkartendaten oder Mobilrufnummern bekannt, wenn Sie durch Nachrichten (E-Mails, SMS, WhatsApp, PopUp-Fenster) dazu aufgefordert werden!
- Sollten Sie tatsächlich auf eine Rückzahlung der ÖGK warten und unsicher sein, dann erkundigen Sie sich bei der offiziellen Gesundheitskasse! Die Telefonnummer oder E-Mail-Adresse dafür finden Sie auf vorhergehenden Schreiben der ÖGK oder auf der Homepage der ÖGK, https://www.gesundheitskasse.at/.
- Löschen Sie Phishing-Nachrichten sofort!
- Bei Fragen rund um Phishing-Nachrichten steht Ihnen auch die kostenlose Konsumentenschutz-Hotline der AK Tirol unter der Telefonnummer 0800/225522-1818 zur Verfügung.