Was wir wissen – und was nicht

Zugunglück in Süddeutschland: Drei Tote und 50 Verletzte, Erdrutsch wohl Ursache

Einsatzkräfte suchten in dem entgleisten Zug stundenlang nach Fahrgästen.
© APA/dpa/Thomas Warnack

Im Südosten Baden-Württembergs ist am Sonntag ein Regionalexpress entgleist. Unter den drei Toten ist auch der Lokführer. Was bisher bekannt ist – und was (noch) nicht.

🚆 Unfallursache

Die Polizei nimmt an, dass das Unglück im Zusammenhang mit einem Unwetter in der Region steht. Mutmaßlich sei bei Starkregen ein Abwasserschacht übergelaufen. Das Wasser habe wohl einen Erdrutsch an einer Böschung ausgelöst, über den der Zug gefahren sei. Der Zug sei dann einige Meter später entgleist. Es gibt den Ermittlern zufolge derzeit keine Hinweise auf eine Fremdeinwirkung.

📽️ Video | Erdrutsch war wohl Ursache für tödliches Zugunglück

🚆 Ort und Zeit

Der Regionalexpress RE55 ist am Sonntag gegen 18.10 Uhr bei Riedlingen im Kreis Biberach in Baden-Württemberg entgleist. Der Zug war auf der Strecke von Sigmaringen nach Ulm unterwegs. Der Unfallort liegt rund 45 Kilometer südöstlich von Ulm.

🚆 Tote

Nach Angaben der Polizei sind drei Menschen ums Leben gekommen: eine 70-jährige Mitreisende, ein 32 Jahre alter Lokführer und ein 36 Jahre alter Auszubildender.

🚆 Verletzte

Insgesamt wurden laut Polizei mindestens 41 Personen verletzt. Wie viele davon schwer verletzt oder in kritischem Zustand sind, war zunächst unklar.

Dieser Erdrutsch dürfte das tragische Unglück verursacht haben. Der Zug dürfte darübergefahren und kurz darauf entgleist sein.
© APA/AFP/KARL-JOSEF HILDENBRAND

🚆 Passagiere

Nach ersten Angaben der Bundespolizei befanden sich rund 100 Menschen in dem Regionalexpress.

🚆 Lage vor Ort

Mindestens zwei Waggons sind entgleist, mindestens einer davon ist umgestürzt. Auch eine Achse des Zuges liegt einige Meter entfernt am Rande des Gleisbetts. Bäume sind umgestürzt. Die Bahnstrecke ist gesperrt.

Die Sperre der Strecke dauert noch an. Die Bergungs- und Aufräumarbeiten sind aufwendig.
© APA/AFP/KARL-JOSEF HILDENBRAND

🚆 Beteiligte Stellen

Die Bundespolizei Stuttgart ist im Einsatz. Rettungsdienste und Feuerwehr sind vor Ort.

🚆 Folgen für den Bahnverkehr

Die Strecke wurde gesperrt und ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Was wir nicht wissen

🚆 Der genaue Hergang

Wie genau das Unglück geschah, muss jetzt ermittelt werden. Die Spurensicherung ist vor Ort. Zudem soll der Fahrtenschreiber ausgewertet werden. Ob der Fahrtenschreiber schon aus dem Regionalexpress geborgen wurde, ist unklar.

🚆 Sperre

Wann wieder Züge auf dem betroffenen Abschnitt fahren, ist noch unklar.

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