Ein Neuanfang inmitten der Krise: Ritas Geschichte
Burkina Faso zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Rund 1,8 Millionen Menschen sind derzeit innerhalb des Landes auf der Flucht – vor terroristischer Gewalt und den Folgen von Naturkatastrophen. Die meisten von ihnen sind Binnenvertriebene, die ihre ländlichen Dörfer verlassen und in größere Städte fliehen müssen. Eine von ihnen ist Rita.
Rita (Name geändert) war 23 Jahre alt, als sich ihr Leben schlagartig veränderte. Gemeinsam mit ihrem Mann und ihren zwei kleinen Kindern lebte sie im Dorf Djoro, als bewaffnete Gruppen das Dorf überfielen und die Bewohner*innen zwangen, es sofort zu verlassen. „Wir mussten fliehen, ohne etwas mitnehmen zu können“, erinnert sich Rita.
Caritas hilft
Die Familie fand Zuflucht in der Stadt Nouna – mittellos, ohne Unterkunft, Kleidung oder Nahrung. „Wir hatten nichts“, erzählt sie. Doch es gab Menschen, die halfen: Sie stellten der Familie ein Haus zur Verfügung und überließen ihnen ein Stück Land zur Bewirtschaftung. Trotz dieser Unterstützung blieb das tägliche Leben eine Herausforderung – besonders für ihr elf Monate altes Baby, das unter Mangelernährung litt. „Der Babybrei war einfach zu teuer“, sagt Rita. In ihrer Not wandte sie sich an das Sozialamt – und wurde an die Caritas verwiesen. Dort erhielt sie Hilfe.
Spendenbeispiele
20 Euro helfen dabei, ein unterernährtes Kleinkind ein Monat lang mit Nahrung zu versorgen.
Mit 75 Euro schenken Sie einem Kind in unserem Straßenkinderzentrum in Mali Verpflegung und Bekleidung.
130 Euro helfen einer Familie durch Saatgut und landwirtschaftliche Geräte, Gemüse selbst anzubauen und sich zu versorgen.
Im Rahmen des PROTECT-Projekts, das von der Caritas Burkina Faso umgesetzt wird, bekam sie angereichertes Kindermehl für ihr Baby. „Diese Nahrung hat das Leben meines Kindes gerettet. Es hat wieder Appetit und es geht ihm gut. Das macht mich unendlich glücklich“, erzählt sie mit einem Lächeln. Doch trotz dieser Erleichterung bleibt der Alltag schwierig: Lebensmittel und Hygieneartikel sind weiterhin knapp.
Schutz und Unterstützung
Das Projekt, finanziert von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (ADA) und der Caritas Österreich, verbessert die Lebensbedingungen vieler betroffener Familien in den Gemeinden Ouahigouya und Nouna. Es bietet Schutz, Unterstützung und Hoffnung – Hoffnung, die Rita und ihre Familie dringend brauchen.
Seit 50 Jahren vor Ort
Die Caritas Tirol engagiert sich seit über 50 Jahren in ihren Partnerländern Burkina Faso und Mali. Während langfristige Projekte darauf abzielen, die Menschen vor Ort zu stärken, ihre Selbstständigkeit zu fördern und die Lebensbedingungen – etwa bei der Wasserversorgung oder Bodenqualität – nachhaltig zu verbessern, wird gleichzeitig dringend benötigte Humanitäre Hilfe geleistet.
„Sie sichert das Überleben vieler Menschen, die sonst dem Hunger ausgeliefert wären“, unterstreicht Caritas-Direktorin Mag.a Elisabeth Rathgeb die Notwendigkeit der Hilfsmaßnahmen und ergänzt: „Seit Jahrzehnten schenkt die Unterstützung aus Tirol Hoffnung und Zukunft – für Menschen wie Rita und ihre Kinder. Dafür bedanke ich mich im Namen der Caritas Tirol herzlich!“
Ihre Spende hilft uns helfen! Danke!
Caritas-Spendenkonto IBAN AT79 3600 0000 0067 0950
Kennwort: Hunger
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