Streit über Ferientermine

Bayern will seinen fixen Ferienbeginn Anfang August nicht hergeben

Seit Freitag sind auch die Schulen in Bayern geschlossen.
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Die Staffelung der Sommerferien in Deutschland sorgt derzeit für Unmut – genauer gesagt die Tatsache, dass die beiden südlichen Bundesländer immer den letzten Ferientermin Anfang August beanspruchen, während die Termine der anderen Bundesländer rotieren.

München – Seit Freitag haben gar alle Schülerinnen und Schüler in Deutschland frei – allerdings nur zehn Tage lang. Einen Tag nach Baden-Württemberg haben am Freitag als letzte auch die Schulen in Bayern ihre Tore geschlossen. Für die SchülerInnen in drei ostdeutschen Bundesländern enden hingegen die sechs schulfreien Wochen am 10. August wieder.

Diese Art der Ferienaufteilung gefällt nicht mehr allen – genauer gesagt die Tatsache, dass die Termine beiden südlichen Bundesländer fix sind, während die Termine der anderen Bundesländer rotieren.

Die CDU-Bildungsministerin des bevölkerungsreichsten Bundeslandes Nordrhein-Westfalen (NRW), Dorothee Feller, hat deshalb eine Änderung der Sommerferienregelung gefordert – NRW hätte auch gern einmal einen späteren Ferienstart. Die Begründung, dass Bayerns Schulkinder in den Ferien bei der Ernte helfen müssten, ziehe nicht mehr, sagte Feller. Unterstützung erhielt sie aus Niedersachsen, Thüringen und Hamburg. Und die Politik folgt damit ihren Bürgerinnen und Bürgern. Auch diese empfinden die Sonderregelung für den deutschen Süden mehrheitlich als ungerecht. 62 Prozent der Deutschen wollen, dass Bayern und Baden-Württemberg bei den wechselnden Sommerferien-Terminen mitmachen, ergab eine Umfrage für das ZDF-Politbarometer.

Bei Bayerns Ministerpräsident Markus Söder stößt das allerdings auf taube Ohren. „Wir haben unseren Ferienrhythmus, der ist sozusagen fest in der DNA der Bayern drin“, meinte er. Wenn Baden-Württemberg seine Ferien gern mit Nordrhein-Westfalen tauschen wolle, sei ihm das vollkommen egal, sagte er. Bayern werde das nicht tun.

Dass Bayern bei der Festlegung der Sommerferien stets den spätesten Termin einnehme, liege daran, „dass wir uns in unserer Ferienordnung an den christlichen Feiertagen orientieren“, sagte Bayerns Kultusministerin Anna Stolz (FW). Anders als die nördlichen Bundesländer habe Bayern zwei Wochen Pfingstferien. „Daran werden wir auch festhalten.“ (TT/dpa)