Erstmals seit 2016

Österreich darf sich seinen Beitrag für den Song Contest daheim selbst aussuchen

Nach zehn Jahren wird Österreich erstmals wieder per Vorentscheid bestimmen, wer für das Land beim 70. Song Contest daheim antritt.
© FABRICE COFFRINI

Zum 70. Eurovision Song Contest, der entweder in Innsbruck oder Wien stattfinden wird, wird Österreichs Startbeitrag erstmals seit Jahren wieder durch einen Publikumsentscheid bestimmt.

Wien – Der ORF kündigt eine Auswahlshow zur Ermittlung des Österreich-Starters für den Eurovision Song Contest 2026 an. „Es wird nach langer Pause wieder eine nationale Auswahlshow geben. Ein großer TV-Abend mit viel Publikumsbeteiligung“, sagte ORF-Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz in einem „Kurier“-Interview. Wann die Show stattfinden soll, wird nicht erwähnt. Die Entscheidung, den heurigen ESC-Sieger JJ ins Rennen zu schicken, wurde abseits der Öffentlichkeit getroffen.

Damit sucht Österreich seit 2016 erstmals wieder per Vorentscheid seinen Beitrag für den Song Contest. In den vergangenen Jahren wurde der Act durch eine interne Auswahl durch den ORF ausgewählt. Der Erfolg gab dem ORF bisher recht: Alle drei österreichischen SiegerInnen des größten Musikwettbewerbs der Welt, nämlich Udo Jürgens (1966), Conchita Wurst (2014) und JJ (2025) wurden vom ORF und nicht durch das Publikum bestimmt.

ESC-Dokumentationen geplant

Zudem kündigt Groiss-Horowitz eine „große Showreihe auflaufend auf den ESC“ an. „Die 70 Jahre seines Bestehens liefern da schon mal eine gute Vorlage. Das wird top prominent besetzt aus dem In- und Ausland“, verriet sie. Auch eine Reihe an Dokumentationen sei geplant. Diese sollen sich mit den unterschiedlichen Facetten des ESC und seiner Entwicklung auseinandersetzen.

Die Entscheidung, wer den ESC in Österreich moderiert, „fällt Ende des Jahres“, sagte die ORF-Programmdirektorin. Bereits in der zweiten Augusthälfte soll dagegen feststehen, ob das Megaevent in Wien oder Innsbruck ausgetragen wird. ORF-ESC-Executive-Producer Michael Krön sprach gegenüber der APA zuletzt von einem „offenen Rennen“. (TT.com, APA)