„Ohne Pfand“

Rauch verkauft Eistee wegen Einwegpfands nun auch im kleinen Karton

Auf der Verpackung wird beworben, dass kein Pfand anfällt.
© Rauch

Rankweil – Ganz groß steht es auf der Packung zu lesen: „Kein Pfand“. Seit Kurzem füllt der Vorarlberger Fruchtsafthersteller Rauch seinen Eistee auch in 0,5-Liter-Kartons ab. Die kleinen Tetrapaks sollen zur Alternative für jene werden, die sich nicht mit Pfandflaschen herumschlagen möchten – sowohl auf Seite des Verkaufs als auch der Konsumenten.

Das neue Produkt sei gerade erst eingeführt worden, hieß es beim Getränkehersteller. Für eine Bilanz, wie gut sich die Kartons verkaufen und ob sie den PET-Flaschen Konkurrenz machen, ist es laut Rauch aber noch zu früh. Auch seien mögliche Auswirkungen auf den Absatz von PET-Flaschen gleichen Volumens noch nicht abschätzbar. In ein paar Monaten wisse man mehr. Erfahrungen aus anderen Ländern wie etwa Deutschland, wo schon seit 20 Jahren Pfand auf Einwegflaschen eingehoben wird, zeigten, dass es bei der Einführung eines Pfandsystems zunächst zu Absatz-Einbußen komme. Für kohlensäurehaltige Getränke kommen Tetrapaks allerdings nicht infrage, weil diese dem Druck nicht standhalten.

Grundsätzlich würden Getränke „ganz massiv über die Verpackung verkauft“. Für die Produzenten gehe es darum, „überall mitzuspielen“ und auch den aktuellen Trends zu folgen. (TT, APA)