Elektro-Jeep beherrscht die Stadt und den Feldweg
Ein Fahrzeug, wie den Avenger hatte Jeep noch nie im Programm. Kompakt, zeitgemäß, als Benziner, Hybrid und auch vollelektrisch erhältlich, avancierte das kompakte SUV zum Publikumsliebling. Im Test der rein elektrische BEV mit 156 PS und 54 kWh-Akku.
Für den kultigen Geländewagenhersteller Jeep war die Präsentation des kompakten Avenger eine Zeitenwende. Wurde das in Europa entwickelte Modell doch der erste vollelektrische Jeep. 100.000 Bestellungen und die Auszeichnung „Europäisches Auto des Jahres 2023“ folgten. Seither schmückt das optisch überaus attraktive 4,1-Meter-SUV das Straßenbild.
Nach dem überzeugenden Hybridmodell stand diesmal die rein elektrische Version zur in strahlendem Sun-Gelb Verfügung.
Sie basiert auf dem bewährten Stellantis-E-Baukasten für Kompaktwagen. Also: 156 PS Spitzenleistung bei 260 Newtonmetern und eine Akkugröße von 54 kWh. Geht es nicht nur um die Langstrecke, präsentiert sich diese Kombination als goldenen Mitte für den Alltag. So wählte Jeep für den Avenger eine komfortable Fahrwerksabstimmung, was ihn trotz seiner Kürze zum lautlosen Gleiter macht. Er beherrscht dies gleich, wie einen kraftvollen Antritt (in neun Sekunden auf 100 km/h), der nicht nur der Kraft des E-Motors, sondern auch des Leergewichts von gerade 1536 Kilogramm (top für ein E-Fahrzeug) geschuldet ist.
Niedriges Gewicht = niedriger Verbrauch = gute Reichweite
Dieses wiederum ist wohl auch für den moderaten TT-Testverbrauch mitverantwortlich. Im Alltag mit größerem Stadtanteil verlangte der Avenger gerade nach 13 bis 16,5 kWh Strom für 100 Kilometer. 350 Kilometer sind so immer zu schaffen, unser Bestwert lag bei 418 Kilometern. Aufgeladen wird mit (in diesem Segment) flotten 100 kW.
Auch sonst zeigt sich das schicke Kompakt-SUV als feiner Alltagsbegleiter. Zumindest vorne sind die Platzverhältnisse großzügig, die Sitzposition angenehm und das Fahren denkbar einfach und entspannend.
Für Transportaufgaben stellt der kleinste Jeep immerhin 355 bis 1252 Liter zur Verfügung – konzeptiv ein Praktiker eben. Auch sonst merkt man aber, dass man in diesem Kompakten in einem Jeep sitzt. So sind viele Materialien robust und leicht zu reinigen. Die Karosserie ist durch Kunststoffverkleidungen geschützt.
Fahrmodi helfen durch Sand, Schlamm und Schnee
Wird es beim Fahren mit dem Frontantrieb einmal knifflig, stehen die Fahrmodi Sand, Schlamm und Schnee zur Verfügung, was am steilen Schotterweg tatsächlich ein Mehr an Traktion bringt. Abstand zum Terrain bringen 200 Millimeter Bodenfreiheit und Böschungswinkel bis zu 32 Grad. Dies nimmt sogar der höchsten Gehsteigkante in der Stadt den Schrecken.
Erfreulich für Interessenten. Auch Jeep hat aufgrund der Wettbewerbssituation an der Preisschraube gedreht. Den smarten Alleskönner gibt es in der Elektroversion nun in Aktion ab 31.700 Euro.
Kommentare