Ätna wieder ausgebrochen, Großbrand am Vesuv: Viel Unruhe an Italiens Vulkanen
Die italienische Regierung hat im Kampf gegen Brände am Vulkan Vesuv bei Neapel Soldaten entsandt. Zur Vorbeugung weiterer Brände und im Einsatz gegen Brandstifter soll verstärkt das Militär eingesetzt werden, wie Medien am Sonntag berichteten. Wer die Hänge des Vesuvs in Brand gesteckt hat, ist noch unklar. Vermutet wird, dass mafiöse Organisationen für die Flammen verantwortlich sind. Damit gewännen sie Boden für ihre illegalen Mülldeponien, warnten Experten.
Hunderte Feuerwehrleute und Freiwillige kämpften am Sonntag gegen die Flammen. Dabei wurde ein Feuerwehrmann verletzt. Größere Weinberge entlang der Hänge des Vesuvs wurden zerstört. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Brandstiftung.
Riesige Rauchsäule aus dem Weltraum sichtbar
Die riesige Rauchsäule, die durch den Brand am Vesuv verursacht wurde, ist sogar aus dem Weltraum sichtbar. Im Internet sind Satellitenbilder viral gegangen, die den Golf von Neapel mit einer langen weißen Rauchfahne zeigen, die von einer Seite des Vulkans aufsteigt.
Zahl der Waldbrände nahm in Italien stark zu
Auch dieses Jahr ist Italien mit schweren Waldbränden konfrontiert. Die Zahl der Feuer hat heuer stark zugenommen. Zwischen 1. Jänner und 18. Juli wurden im ganzen Land insgesamt 653 größere Brände registriert, die eine Fläche von 30.988 Hektar zerstörten – das entspricht etwa 43.400 Fußballfeldern. Besonders stark betroffen sind der Süden Italiens sowie die Inseln Sardinien und Sizilien.
Ätna spuckt wieder Lava und Asche
Der Ätna auf Sizilien ist erneut ausgebrochen. Seit Sonntag spuckt der größte aktive Vulkan Europas glühende Lava und Asche. Wie das italienische Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) mitteilte, habe der sogenannte Tremor, also die messbaren Erschütterungen im Untergrund, zugenommen. Der internationale Flughafen Catania, der größte der Insel, bleibt aber vorerst in Betrieb. Auf dem Airport herrscht sommerlicher Hochbetrieb.
Der etwa 3350 Meter hohe Ätna bricht mehrmals im Jahr aus und wird von Fachleuten ständig überwacht. Diese sogenannten strombolianischen Eruptionen – also regelmäßig explosive Ausbrüche – bieten meist einen spektakulären Anblick und ziehen zahlreiche Schaulustige an. Seit Anfang Mai meldete das INGV in der Region mehrere Eruptionen. (TT.com, APA)
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