Stüdlgrat am Großglockner nach Felssturz wieder geöffnet
Nach der Sperre wegen eines Felssturzes am Wochenende ist der Stüdlgrat am Großglockner wieder freigegeben. Gemeinsam mit vier Bergrettern aus Kals habe er „die objektiv gefährlichen Felsen abgeräumt“, berichtete Toni Riepler, Wirt und Pächter der Erzherzog-Johann-Hütte, am Montagabend auf Facebook. „Weiters haben wir die nötigen Sicherungshaken geklebt und sind die Stelle auch probeweise geklettert.“
Zu dem Felssturz war es in der Nacht auf Samstag oder Samstagfrüh auf etwa 3550 Metern Seehöhe gekommen. Da die Stelle anschließend labil war, wurde die Route vorerst gesperrt.
Restrisiko bleibt
Auch nach der Aufhebung der Sperre mahnt Riepler zur Vorsicht und sorgfältigen Tourenplanung. „Generell gilt auch auf allen hochalpinen Graten und Flanken ein gewisses Restrisiko von Felsabbrüchen und Steinschlägen“, so der Hüttenwirt. Riepler rät dazu, jeden Griff und Tritt mit Vorsicht zu belasten und unterhalb von brüchigen Stellen keine Pausen zu machen. Für Touren am Stüdlgrat empfiehlt der erfahrene Alpinist, „einen geprüften Bergführer zu buchen“.
Der Stüdlgrat führt von der Osttiroler Seite auf den höchsten Berg Österreichs. Neben der Normalanstieg ist er die beliebteste Route auf den Großglockner. (TT.com)