Neuer Service

Wo man sich jetzt über Zustellprobleme bei Briefsendungen beschweren kann

Wer sich über unregelmäßig oder gar nicht zugestellte Briefe beschweren will, kann das nun über die Webseite der RTR tun.
© Post AG/Steitfelder

Bisher gab es auf der Webseite der staatlichen RTR ein Beschwerdeportal nur für Paketsendungen. Das wurde nun erweitert.

Wien – Die staatliche Telekommunikation-Regulierungsbehörde RTR hat ihr Service erweitert und ermöglicht Beschwerden jetzt auch für Briefsendungen. Bisher war das nur für Paketsendungen möglich. „Die bei uns registrierten Beschwerden dienen unter anderem dazu, strukturelle Probleme zu identifizieren“, sagt Klaus Steinmaurer, RTR-Geschäftsführer für den Fachbereich Telekommunikation und Post.

Das aktuell geltende Postmarktgesetz räume Empfängerinnen und Empfängern von Postsendungen bei Zustellproblemen kaum durchsetzbare Rechte ein, „wir haben hier eine kleine Abhilfe geschaffen“, so Steinmaurer. Seit 2021 können Betroffene ihre Probleme bei der Zustellung von Paketsendungen über das RTR-Beschwerdeportal mitteilen.

Erfolgreiche Testphase

Eine Testphase von drei Monaten habe nun gezeigt, dass Zustellprobleme bei Briefsendungen ähnlich gelagert seien wie bei Paketen. Bemängelt wurde, dass Briefe unregelmäßig, unsachgemäß oder überhaupt nicht zugestellt wurden. Postempfangsbeschwerden können auf der Website der RTR eingebracht werden.

„Postdiensteanbieter werden von uns in regelmäßigen Abständen darüber informiert und können im Sinne der Empfänger:innen Maßnahmen setzen“, so der RTR-Geschäftsführer. Die erhobenen Daten könnten in weiterer Folge auch als Diskussionsgrundlage dienen, „um über eine bessere rechtliche Stellung der Endnutzer:innen nachzudenken.“ Von Jänner bis Juli wurden 4957 Postempfangsbeschwerden (Paket und Brief) eingebracht, das waren um 6,5 Prozent mehr als im selben Zeitraum 2024. (APA)