Trotz schwerem Sturz: Wahl-Tirolerin sichert sich ersten WM-Titel im Ultracycling
Nach fast 2200 Kilometern und fast vier Tagen Fahrzeit gewann Elena Roch beim Race around Austria die Premiere der Ultracycling-WM.
St. Georgen im Attergau ‒ Die erste Auflage der Ultracycling-WM im Rahmen des Race around Austria wurde zur Beute der Wahl-Tirolerin Elena Roch. Auch ein schwerer Sturz am Dientner Sattel konnte die sichtlich gezeichnete Niederösterreicherin nicht stoppen, am Ende siegte Roch beim Nonstop-Rennen rund um Österreich mit Start und Ziel in St. Georgen im Attergau nach 2152,7 Kilometer in einer Zeit von drei Tagen und 22:57 Stunden.
Am Ende lag die seit Montag 32-Jährige nur knapp vor der Deutschen Tina Büttner, die nach drei Tagen sowie 23:45 Stunden WM-Silber ergatterte.
Schlagloch vor Sturz übersehen
„Es war mental richtig hart in der ersten Hälfte, vor allem der flache, monotone Teil im Burgenland. Aber mein Team hat tolle Arbeit geleistet und mich immer gut runtergekühlt", sagte Roch. Für eine Schrecksekunde sorgte sie rund 100 Kilometer vor dem Ziel, bei der Abfahrt vom Dientner Sattel nach Bischofshofen. „Es war eine schnelle Abfahrt und fast ganz unten übersah ich ein Schlagloch und machte einen Salto über den Lenker. Der Zeitfahraufleger war kaputt, aber nach einer notdürftigen Verarztung der Schürfwunden an den Händen, Fingern und am Kinn beschlossen wir weiterzufahren", schnaufte Roch, die im Ziel statt der Sektdusche zur Rettung musste, wo ihr Kinn genäht wurde.
Titelverteidiger Rainer Steinberger dürfte sich vor dem Mühlviertler Michael Hofer zum Weltmeister küren. Bei den Herren war das Rennen am Samstagvormittag noch im Gange. (tt.com)
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