Trauer um Büchsenhausen-Leiter: Andrei Siclodi gestorben
Der Innsbrucker Kunsttheoretiker und Kurator verstand sich auch auf Schwervermittelbares. Die von ihm zusammengestellte Ausstellung „Tellurain Skies“ läuft noch bis September im Kunstpavillon.
Am Mut, sich auch abseits der ausgetretenen Pfade zu bewegen, hat es Andrei Siclodi nicht gefehlt. Der langjährige Leiter des Künstlerhauses Büchsenhausen widmete sich auch Position, die dem, was er „Kunstmarkt-Kunst“ nannte, wenig zu tun hatten. Komplizierte Sachverhalte, so erklärte er es einmal, ließen sich nicht immer vereinfachen, nur um leichter vermittelbar zu sein. Andrei Siclodi verstand sich auch und gerade auf das Schwervermittelbare.
Am Montag ist er, gerade einmal 53 Jahre alt, nach schwerer Krankheit gestorben.
Andrei Siclodi kam 1972 in Bukarest auf die Welt. Seit Anfang der 1990er lebte er in Österreich. An der Uni Innsbruck studierte er Kunstgeschichte. Er spezialisierte sich auf Formen der kritisch-emanzipatorischen Wissensproduktion im Kontext der zeitgenössischen Kunst. Seit 2002 baute er in Büchsenhausen das Fellowship-Programm für internationale Künstler:innen und Theoretiker:innen auf. Siclodi war im Vorstand der Tiroler Künstler:innenschaft und Mitglied der „bættlegroup for art“. Er veröffentlichte mehrere Bücher, gestaltete Radioformate und kuratiert Ausstellungen. Seine letzte, „Tellurian Skies“ läuft noch bis 6. September im Kunstpavillon Innsbruck.
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