Jäger erlegten Wolf im Bezirk Landeck, weitere Abschussverordnung im Unterland
Im Bezirk Landeck ist am Donnerstag ein sogenannter „Schadwolf“ erlegt worden. Wie das Land in einer Aussendung mitteilte, war in der Region seit 29. Juli eine Abschussverordnung aufrecht. Zuvor hatte es mehrere Tierrisse gegeben. Die Verordnung sei nun von der Jägerschaft erfüllt worden und werde aufgehoben. „Das erlegte Tier wird nach Innsbruck an die AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) gebracht und wird dort untersucht“, hieß es.
Eine neue Abschussverordnung wird hingegen im Unterland erlassen. Ein Amtstierarzt kam nach Rissen von Rindern in einem Almgebiet in Hopfgarten im Brixental zu dem Schluss, dass ein Wolf beteiligt gewesen sein dürfte. Die Landesregierung erlässt die Verordnung gemäß den gesetzlichen Vorgaben im Verlauf des Donnerstags. Sie gilt für die Dauer von sechs Wochen in einem Umkreis von zehn Kilometern, ausgehend vom Ort des Ereignisses. Die zuständige Jägerschaft werde informiert.
Elf Abschussverordnungen aufrecht
Nach Aufhebung der Verordnung im Bezirk Landeck sind mit Freitag insgesamt elf Abschussverordnungen in Tirol aufrecht. Fünf im Tiroler Unterland, zwei im Bezirk Innsbruck-Land, eine im Bezirk Landeck und drei im Bezirk Lienz. Durch das Tiroler Modell der Maßnahmenverordnungen wurden somit heuer bisher 19 Abschussverordnungen erlassen, fünf davon konnten von der Jägerschaft erfüllt werden.
Die Bevölkerung wird gebeten, allfällige Sichtungen und Beobachtungen der Behörde über das auf der Website des Landes zur Verfügung stehende Sichtungsformular zu melden. (TT.com)