Allzeithoch bei Packerln, Post beendet Paket-Lieferungen in die USA
Das Paketvolumen hat 2024 einen neuen Rekord geknackt. Einen Rückgang hat es bei den Briefsendungen gegeben, die Zahl der Abholstationen ist kräftig gewachsen. Unterdessen stellt die Österreichische Post die Zustellung in die großteils USA ein. Grund sind die neuen Zollregeln.
Das Paketvolumen in Österreich wächst weiter. 2024 brachte einen neuen Rekord. 430 Millionen Pakete wurden befördert, um gut 10 Prozent mehr als im Jahr davor, teilte die Regulierungsbehörde RTR am Donnerstag mit. „Diese Entwicklungen zeigen einmal mehr, dass der Trend weg vom stationären Handel hin zum Online-Handel weiterhin anhält“, erklärte RTR-Geschäftsführer Klaus Steinmaurer.
Auch im Vorjahr wurden wieder weniger Briefe verschickt. Insgesamt 508,3 Mio. Briefe seien 2024 in Österreich transportiert worden, davon 480,9 Mio. Stück im Inland, um 6,1 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Ins Ausland wurden 27,4 Mio. Briefe versandt (–7,9 Prozent).
Erweitert worden sei hingegen das Angebot für die Zustellung von Paketen, ebenso die Anzahl von Abholstationen. In Österreich gab es per Ende 2024 insgesamt 3215 Abholstationen, mehr als doppelt so viel wie Ende 2023.
Zustellung wird eingestellt
Die Österreichische Post stellt unterdessen mit 26. August die Zustellung von Paketen in die USA (inklusive Puerto Rico) weitgehend ein. Der letzte Tag für die Aufgabe ist somit Montag, der 25. August. Als Grund nennt das börsennotierte, teilstaatliche Unternehmen die Änderungen der Zollbestimmungen in den Vereinigten Staaten. Die 800-Dollar-Zollfrei-Regelung wurde nämlich abgeschafft.
Ausgenommen sind Geschenksendungen von Privatpersonen mit einem Wert von unter 100 Dollar, die als Geschenk gekennzeichnet sind. Dokumentensendungen sind ebenfalls nicht betroffen. Weitere Ausnahme: Warensendungen können weiterhin mit dem Produkt „Post Express International“ in die USA versendet werden, da diese Sendungen laut Post einer anderen Abfertigungsart unterliegen. (APA)
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