Von Pumhösl bis Millesi

Mit 20.000 Euro dotiert: Das sind die GewinnerInnen des Österreichischen Kunstpreises 2025

Philipp Fleischmann gehört zu den PreisträgerInnen. Er stellte u.a. im Salzburger Kunstverein aus.
© kunst-dokumentation

Sechs Einzelkünstler und zwei Institutionen werden dieses Jahr mit dem Österreichischen Kunstpreis geehrt. Er ist mit 20.000 Euro dotiert.

Wien – Gleich sechs Kunstschaffende sowie zwei Kollektive können sich heuer über den Österreichischen Kunstpreis freuen, wie das Kulturministerium Mittwoch mitteilte. Die mit je 20.000 Euro dotierten Ehrungen gehen 2025 im Bereich Bildende Kunst an Florian Pumhösl und in der Sparte Film an Philipp Fleischmann. Geehrt werden Robert F. Hammerstiel (Fotografie), Hanno Millesi (Literatur) und Margarete Jahrmann (Medienkunst), während sich Franz Hautzinger im Bereich Musik freuen kann.

In der Sparte Darstellende Kunst wird das Grazer Theater im Bahnhof gewürdigt, in der Sektion Kulturinitiativen der Kulturverein St. Ulrich im Greith. Und schließlich gab das Kulturministerium am Mittwoch mit Claudia Cavallar auch die neue Trägerin des Hans-Hollein-Kunstpreises für Architektur bekannt.

Pumhösl für analytischen Ansatz ausgezeichnet

Von der Jury wird Florian Pumhösl als Bildender Künstler gelobt für seinen „dezidiert analytischen Ansatz, der ethnografische und historische Methoden mit gestalterischen Fragestellungen verknüpft“. Bei Filmemacher Philipp Fleischmann wird seine kompromisslose Verpflichtung gegenüber dem analogen Medium gelobt. Bei Robert F. Hammerstiel hervorgehoben, dass er als Fotograf das traditionelle Bild konsequent in den jeweiligen Zeitgeist stelle.

Hanno Millesi wird indes als virtuose Stimme der österreichischen Gegenwartsliteratur apostrophiert, während Medienkünstlerin Margarete Jahrmann für ihre ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Spiel respektive ihre spielerische Herangehensweise an ernste Themenkomplexe bedacht wird. Und schließlich erhält Franz Hautzinger als Trompeter und Klangforscher den Kunstpreis für seine Suche nach Klängen und unterschiedlichsten Facetten von Geräuschen.

TiB mit ungebrochener Fantasie

Auf der Institutionenebene werden das Theater im Bahnhof für seine auch nach über 30 Jahren ungebrochene Fantasie und der steirische Kulturverein St. Ulrich im Greith für sein seit 25 Jahren organisiertes, breit vernetztes, lokal verankertes und von Ehrenamt getragenes Kulturleben gewürdigt. Und schließlich erhielt Hollein-Kunstpreisträgerin Claudia Cavallar neben der Auszeichnung das Lob, auf beeindruckend selbstverständliche Weise dem kleinen Maßstab außerordentliche Größe zu schenken.

Lob von Kulturminister Babler

„Der Kunstpreis macht kreative Stimmen sichtbar, die neue Perspektiven eröffnen und den Mut haben, Grenzen zu verschieben“, unterstrich Kulturminister Andreas Babler (SPÖ) anlässlich der Bekanntgabe der Ehrungen: „Er stärkt die Wertschätzung für schöpferisches Schaffen und zeigt, wie Kunst Brücken zwischen Menschen, Zeiten und Ideen baut.“ (APA)