Obst, Schnaps, Saft

Mit biologischem Obstbau ist eine Bauernfamilie aus Hart auf Erfolgskurs

Auch die drei Kinder packen bei der Apfel- und Birnenernte tatkräftig mit an.
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Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig und der ehemalige Nationalratsabgeordnete Hermann Gahr besuchten den Steinachhof in Hart im Zillertal. Der Familienbetrieb von Caroline und Michael Seekircher zeigt, wie Tradition und Innovation in der Landwirtschaft erfolgreich kombiniert werden können.

Hart im Zillertal - Der Steinachhof von Caroline und Michael Seekircher in Hart im Zillertal ist ein Paradebeispiel dafür, wie bäuerliche Betriebe mit Engagement und Innovationskraft in die Zukunft gehen. Bundesminister Norbert Totschnig nutzte einen seiner zahlreichen Heimatbesuche in Tirol, um sich gemeinsam mit dem langjährigen Nationalratsabgeordneten Hermann Gahr ein Bild von diesem besonderen Familienbetrieb zu machen. Bereits seit zwei Jahrzehnten führt das Ehepaar den Erbhof aus dem 17. Jahrhundert, mittlerweile packen auch die drei Kinder bei der Apfel- und Birnenernte tatkräftig mit an.

Apfel, Birnen, Vieh und Vermietung

Im Mittelpunkt steht der biologische Obstbau. Die Seekirchers bauen mehrere traditionelle Apfel- und Birnensorten an, die nicht nur als Frischobst vermarktet werden, sondern auch Grundlage sind für Apfelsaft und edle Destillate. Mit viel Handarbeit und Know-how hat sich die Familie in der Region einen Namen gemacht. Der direkte Kontakt zu den Endabnehmern ist Caroline und Michael Seekircher besonders wichtig, denn kurze Wege und ehrliche Produkte schaffen Vertrauen.

Familie Seekircher mit Hermann Gahr und Minister Norbert Totschnig (v. l.).
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Doch die Landwirtschaft am Steinachhof endet nicht mit Obst, Schnaps und Saft. Neben dem Obstbau setzt die Familie auf Viehhaltung, Ferienwohnungsvermietung und Waldbewirtschaftung. Für einen Partnerbetrieb zieht sie 20 Stück Jungvieh auf, die außerhalb der Almsaison am Hof untergebracht sind. Damit wird das Stallgebäude sinnvoll genutzt und durch die Synergie mit einem Milchwirtschaftsbetrieb die regionale Landwirtschaft gestärkt. Die Vermietung einer Ferienwohnung bringt zusätzliche Einnahmen und ermöglicht Gästen aus nah und fern authentische Erlebnisse auf dem Bauernhof.

Historischer Fund auf dem Dachboden

Bundesminister Totschnig zeigte sich beeindruckt: „Am Steinachhof wird sichtbar, wie Tiroler Bäuerinnen und Bauern ihre Höfe zukunftsfit machen - mit Vielfalt, Direktvermarktung, Dienstleistung und Gastfreundschaft.“

Der Hausherr und die beiden Politiker mit dem königlich-englischen Luxusranzen aus dem Jahr 1827.
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Ein besonderes Highlight des Besuchs war der königlich-englische Luxusranzens aus dem Jahr 1827, den Michael Seekircher bei Renovierungsarbeiten auf dem Dachboden gefunden hat. Das wertvolle Stück ist kunstvoll bestickt und versehen mit dem Wappen von König Georg IV. Der Ranzen wurde den berühmten Rainer Sängern vor knapp 200 Jahren in London überreicht.

VP-Bezirksparteiobmann Hermann Gahr betonte, der Steinachhof sei ein Vorzeigebetrieb, der die Einkommenskombination mit Erfolg praktiziert und damit den bäuerlichen Familienbetrieb für die Zukunft sicherstelle.