Pilotprojekt in Tirol

Neue Wetterstationen für mehr Daten und bessere Prognosen

Mit neuen Wetterstationen soll eine präzisere Wettervorhersage möglich sein.
© Tiroler Zugspitz Arena

Tourismusverbände Achensee und Zugspitze starten Projekt für präzisere Wetterprognosen im Land.

Die Tiroler Tourismusverbände Achensee und Tiroler Zugspitz Arena haben ein Pilotprojekt für präzisere Wetterprognosen gestartet. Gemeinsam mit dem Wetterdienst wetter.com wurde ein regionales Netzwerk automatisierter Wettermessstationen errichtet.

Daten für alle

Die gemessenen Daten sollen der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen und regionale Wetterprognosen verbessern. Angesichts der steigenden Häufigkeit von Extremwetterereignissen soll damit „Einheimischen, Gästen, Einsatzorganisationen, wissenschaftlichen Institutionen und der Wirtschaft“ eine verlässlichere Grundlage geboten werden. Ein regionales Netzwerk aus zwölf vollautomatischen Wetterstationen liefere „frei zugängliche Messdaten nach internationalen Standards“. Diese können dann als Grundlage für präzisere Prognosen, verlässlichere Freizeitplanung und optimierte Wettermodelle genutzt werden.

Mit dem neuen Messnetz verbessern wir die Vorhersagen in den Regionen deutlich.“
Jens Kreusch (wetter.com)

Trotz bestehender Messinfrastruktur bleibe die flächendeckende Wetterdatenerfassung in Tirol eine Herausforderung, hieß es. Die komplexe Topografie mit stark variierenden Höhenlagen erschwere punktgenaue Vorhersagen – viele der bestehenden Prognosen würden daher offenbar auf Modellrechnungen beruhen, die nicht auf aktuellen und lokalen Messdaten basieren. Die nun errichteten Messstationen würden unter anderem Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wind und Niederschlag messen und die Daten alle zehn Minuten übermitteln.

Daten öffentlich abrufbar

„Mit dem neuen Messnetz verbessern wir die Vorhersagen in den Regionen deutlich – und ermöglichen durch den offenen Zugang auch anderen Anbietern, diese Daten zu nutzen“, erklärte Jens Kreusch, Produzent und Leiter der meteorologischen Redaktion von wetter.com. Da die Stationen darüber hin­aus nach den Standards der Weltorganisation für ­Meteorologie (WMO) betrieben würden, können sie in nationale und internationale Wettermodelle integriert werden. (TT)