Cyberangriff aufs BMI

„Täter arbeitete nach Mustern, die halbstaatliche und staatliche Akteure verwenden“

Innenminister Gerhard Karner und Staatssekretär Jörg Leichfried (r.) bei der Pressekonferenz.
© TOBIAS STEINMAURER

Innenminister Gerhard Karner spricht von „hochprofessionellen Tätern“, die die IT-Infrastruktur des Ministeriums angriffen. Staatssekretär Jörg Leichtfried fordert internationale Zusammenarbeit, um derartige Angriffe unmöglich zu machen.

Wien – Darüber, wer hinter den Cyberangriffen auf das IT-System des Innenministeriums steckt, will Innenminister Gerhard Karner nichts sagen. Bei der heute Mittag stattgefundenen kurzen Pressekonferenz in Wien erklärte er, dass die Ermittlungen auf Hochtouren liefen und man Infos habe, die derzeit nicht öffentlich gemacht werden könnten.

Zu Spekulationen bezüglich der Herkunft der „hochprofessionellen Täter“ lasse er sich nicht hinreißen. Nur so viel: Es sei nach Mustern und Systemen gearbeitet worden, die staatliche und halbstaatliche Akteure auch verwenden.

Angriffe häufen sich international

Derartige Angriffe kämen international immer häufiger vor, ergänzte Staatssekretär Jörg Leichtfried. Daher gelte es, diesbezüglich die internationale Zusammenarbeit zu verstärken, um derartige Angriffe zu verunmöglichen und die Demokratie resilienter gegen sie zu machen.

Karner dankte den internen und externen Experten, die derzeit mit der umfassenden Bereinigung des Angriffs beschäftigt sind. Nur durch deren Erkennung, Analyse und Bereinigung habe sichergestellt werden können, dass Kernaufgaben nicht beeinträchtigt wurden. Und dass keine Daten von Bürgern oder von polizeilichen Ermittlungen in Gefahr gewesen seien.

Wie berichtet, sind 100 von 60.000 Mailaccounts beim BMI gehackt worden.

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