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Zwischen Weinreben und Kellergassen

Am Welt­erbe-Steig durch die Wachauer Steinterrassen.
© Franziska Consoleti

So wie der Wein die Landschaft, Menschen und Kultur prägt, so einprägsam sind die Weinwanderwege in Niederösterreich. Denn wohin man auch blickt, man ist von grünen Weingärten und sanften Hügeln umgeben. Dazwischen befinden sich die ehemaligen Presshäuser, geschichtsträchtigen Burgruinen und Top-Heurigen, die zur wohlverdienten Rast einladen. Eine gelungene Mischung aus Kulinarik, Kultur und Natur, die eine Reise zum Gesamterlebnis macht.

Wandern rund um Falkenstein, dem malerischen Ort im nordöstlichen Weinviertel, bedeutet meist leichtfüßig unterwegs zu sein. Besonders spannend ist der Drei-Schwestern-Weg, denn hier erlebt man drei Kellergassen, die grundverschieden sind.

Ganz anders ist es bei Poysdorf und der Champagne, die beiden sind sich „näher“, als man denkt. Sie sind beliebte Wanderregionen, liegen auf demselben Breitengrad, haben ein ähnliches Klima, sind Heimat einer außergewöhnlichen Winzerschaft und vor allem: von erstklassigen Schaumweinen.

Unser Wandertipp: Beim sogenannten „Kleinen Falkenflug“ erzählt der Greifvogel alles, was man über Falkenstein und Umgebung wissen muss. Es gibt viel Sehenswertes, wie Weingartenhütten, Picknickplätze, Schaukeller und ein Weingartenlabyrinth. Außerdem das sogenannte „Ei“ – Namensgeber der Kellergasse in Falkenstein. Gut zu wissen: Die Tour ist Teil eines Weinwanderparks, genannt „Der Flug des ­Falken“.

Sehenswertes Falkenstein.
© Romeo Felsenreich

Auch im Weltkulturerbe Wachau genießt man den erfrischenden Tropfen, während man am Welt­erbesteig von Etappe zu Etappe wandert. Hier wechseln sich historische Stadtkerne mit Weinlandschaften ab. Barocke Stifte und mittelalterliche Burgruinen lassen in die Vergangenheit blicken. Die Schönheit der Natur – von der Marillenblüte bis zum goldenen Weinherbst – lädt ein, stehen zu bleiben und im Moment zu verweilen. Die Wachau bietet nämlich eine bemerkenswerte Flora und Fauna: Smaragdeidechsen, seltene Vogelarten, wie der orange gefärbte Wiedehopf, und zarte Graspflanzen, wie die Steinfeder, nach der auch der berühmte Wein benannt ist.

Unser Wandertipp: Von Krems nach Melk in fünf Tagen mit Gepäcktransport! Auf den ersten drei Etappen erkundet man die Nordseite der Donau mit Aussichtsplätzen, wie die Dürnsteiner Kanzel oder das Naturdenkmal Michaelerberg. Danach überquert man die Donau per Fähre und wandert über den Hohen Stein bis zur Burgruine Aggstein. Die letzten Etappen führen durch den Dunkelsteinerwald zum barocken Stift Melk.

Waldbaden und Genießen

Während man in der Wachau entlang der Donau unterwegs ist, heißt es im Biosphärenpark Wienerwald den Alltag vor lauter Bäumen nicht mehr sehen. 1300 Quadratkilometer intakte Natur am Rande von Wien beleben die Sinne, steigern die Kreativität und dienen als Rückzugsort. Gleichzeitig ist der Wienerwald Ursprung der Heurigenkultur, denn hier gibt es klassische Buschenschanken, ausgezeichnete Heurigenrestaurants und beeindruckende Weinfeste. Perfekt zum Waldbaden und Genießen.

Unser Wandertipp: Dass jeder Baum ein eigenes Aroma hat, verrät ein Waldökologe auf einer geführten Wanderung durch den Wienerwald. Beim Geschmackserlebnis WienerWaldGenuss werden Produkte aus dem Wienerwald, unter anderem im Eichenholzfass gereifte Weine, mit Buchenholz geräucherter Käse, Kiefernnadeltee oder Mischwaldhonig, verkostet.

Wandern entlang von Weingärten.
© Sophie Menelgado

Nicht alles oder jedes, sondern das wirklich Besondere verraten unsere fein kuratierten Reisetipps, die nur Locals kennen oder gute Freunde und Freundinnen vor Ort empfehlen. Nähere Infos zu den Wander-Entdeckertouren finden Sie unter www.niederoesterreich.at/entdeckertouren-wandern.

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