Mit Beethoven zum Sieg: Yifan Wu gewann den Busoni-Wettbewerb
Hier beginnen große Karrieren: Der renommierte Bozner Klavierwettbewerb ging am Sonntag in die Finalrunde. Der mit 30.000 Euro dotierte Hauptpreis geht nach China.
Mit einer konzentrierten und kraftvollen Interpretation von Beethovens 3. Klavierkonzert in c-Moll hat der chinesische Pianist Yifan Wu am Sonntagvormittag den 65. Internationalen Ferruccio-Busoni-Klavierwettbewerbgewonnen. Der alle zwei Jahre in Bozen ausgetragene Wettbewerb zählt zu den renommiertesten Pianowettbewerben der Welt. Bei seiner ersten Auflage 1949 gewann der damals 18-jährige Alfred Brendel einen ehrenden vierten Preis, der seine internationale Karriere anstieß. 1957 begann Martha Argerich ihre Weltkarriere in Bozen.
2025 hatte der britische Regisseur und langjährige Intendanten der Bregenzer Festspiele David Pountney den Vorsitz der Jury inne. In der letzten Finalerunde am Sonntag im Bozner Stadttheater wurden die Teilnehmer vom Haydn-Orchester unter der Leitung von George Pehlivanian begleitet.
Der 22-Jährige Yifan Wu wurde in Shanghai geboren wurde und studiert derzeit in Deutschland. Neben dem mit 30.000 Euro dotierten Hauptpreis sicherte er sich auch den Publikumspreis des Wettbewerbs.
Zweitplatzierter aus Georgien
Der mit 10.000 Euro dotierte, zweite Preis ging an den Georgier Sandro Nebieridze, der mit Rachmaninows „Rhapsodie über ein Thema von Paganini“ überzeugte. Den dritten Platz (5000 Euro) belegte der auf Zypern geborene und in London lebende Christos Fountos, der zudem den mit 3000 Euro dotierten Kammermusikpreis zugesprochen bekam.
Der heuer zum ersten Mal vergebene Maurizio Pollini-Preis ging an Yungyung Guo. Weitere Sonderpreise erhielten Jialin Yao (für die beste Interpretation eines Werks von Fryderyk Chopin) und Yangrui Cai (für die beste Interpretation eines Werks von Feruccio Busoni). Zhonghua Wei wurde für die beste Interpretation einer zeitgenössischen Komposition ausgezeichnet. (TT)
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