Weiter Gesamt-Sechster

Erbitterter Kampf für Gall in den Bergen der Vuelta: „Der Punch fehlte“

Felix Gall kam als Siebenter ins Ziel und verteidigte trotz hartem Kampf Rang sechs in der Gesamtwertung.
© IMAGO/Fotoreporter Sirotti Stefano

Tirols Rad-Star Felix Gall hatte auf der schwierigen 17. Etappe der Vuelta zu kämpfen und wurde Siebenter. In der Gesamtwertung bleibt der Osttiroler Sechster.

Alto de El Morredero ‒ Inmitten der von den Waldbränden gezeichneten Hängen hinauf zur Bergankunft am Alto de El Morredero ging es am Mittwoch bei der 80. Vuelta in die Vorentscheidung. Und dort verlor Tirols Rad-Star Felix Gall trotz eines beherzten Kampfes weiter an Zeit.

Nach den 143,2 Kilometer von O Barco de Valdeorras nach Alto de El Morredero kam der Osttiroler Kapitän des französischen World-Tour-Teams Decathlon AG2R mit 53 Sekunden Rückstand als Siebenter ins Ziel. Gall büßte schon zu Beginn des 8,8 Kilometer langen Schlussanstiegs mit 9,5 Prozent Steigung (Schnitt) Zeit auf die Führenden ein. Am Ende rettete sich der Gesamt-Fünfte der Tour de France aber noch dank starker Leistung im Spitzenfeld ins Ziel.

„Es war ein sehr harter Tag, ein großer Kampf. Ich habe mich heute wie gestern nicht ganz so super gefühlt. Der Punch fehlte“, meinte Gall und analysierte: „Am Anfang des Anstiegs habe ich nicht mitgehen können. Gott sei Dank habe ich einen guten Rhythmus gefunden. Es hat mir in die Karten gespielt, dass es am Ende etwas flacher wurde und sich die Favoritengruppe angeschaut hat. Ich konnte den Rückstand in Grenzen halten.“

Sieg für Pellizzari, Gamper lange vorne dabei

Den Etappensieg schnappte sich nach einem Antritt gut vier Kilometer vor dem Ziel der Italiener Giulio Pellizzari. Der Bora-Red-Bull-Fahrer siegte vor dem Briten Tom Pidcock und dem Australier Jai Hindley. Der Däne Jonas Vingegaard kam als Vierter ins Ziel und bleibt damit in der Gesamtwertung mit 50 Sekunden Vorsprung voran.

Gall ist weiter Sechster, auf das erhoffte Podium fehlen Österreichs Sportler des Jahres 2023 aber bereits 2:29 Minuten. „Die Tour de France war sehr hart. Dass es nicht einfach wird, war klar. Hoffentlich kann ich den Platz in der Gesamtwertung behalten“, meinte Gall.

Stark war am Mittwoch auch der Auftritt des zweiten Tirolers Patrick Gamper. Der Münsterer Profi von World-Tour-Team Jayco AlUla war fast bis zum finalen Anstieg in der Ausreißergruppe dabei.

Am Donnerstag fällt im 27,2 Kilometer langen Zeitfahren in Valladolid wohl bereits die Entscheidung um den Sieg. Am Samstag wartet noch eine schwierige Bergetappe.