Im Alleingang erhöht

Pensionen: Nur bis 2500 Euro gibt es volle Anpassung an die Inflation

Je höher die Pension, desto geringer die Anpassung – aus budgetären Gründen, wie die Regierung sagt.
© HARALD SCHNEIDER

Der Sparkurs der Dreierkoalition schlägt sich nun auch bei der Pensionsanpassung für das kommende Jahr nieder. Erhöhungen gibt es nur für kleine Pensionen. Prozentuell gesehen wird die Anhebung immer geringer, je höher der Bezug ist.

Wien – Nur Pensionen bis 2500 Euro wird die Inflation voll abgegolten. Das haben die Koalitionsverhandler am Freitag in einer Pressekonferenz mitgeteilt. Bei Bezügen darüber gibt es einen Fixbetrag von 67,50 Euro. Im Schnitt wird die Anpassung somit 2,25 Prozent betragen. Die Seniorenvertreter haben diesen Koalitionskompromiss schon im Vorfeld abgelehnt. Sie wollten eine Inflationsabgeltung für alle Ruhensbezüge.

Seniorenvertreter nicht einverstanden

Die Seniorenvertreter haben am Donnerstag klar gemacht, dass sie mit dem Abschluss nicht einverstanden sind.

Dass diesmal niedriger als vom Gesetz vorgesehen angepasst wird, hat budgetäre Gründe. Mehr als 200 Millionen Euro erhofft man sich in der Koalition als Einsparung. Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) hatte vor einigen Wochen eine Erhöhung um zwei Prozent als Zielwert ausgegeben. Um die niedrigere Anpassung durchzusetzen, wird es eines Beschlusses im Nationalrat bedürfen.

Präsentiert wurde das Paket von den Chefverhandlern der Koalition: Sozialministerin Korinna Schumann (SPÖ), ÖVP-Klubobmann August Wöginger sowie NEOS-Sozialsprecher Johannes Gasser. (TT, APA)

Mehr zum Thema:

undefined

2,25 Prozent im Schnitt

Nicht alle Pensionisten bekommen volle Inflation: So begründet die Koalition ihren Plan

undefined

Gestaffeltes Plus für Senioren

Pensionserhöhung 2026 ist fix: Koalition bleibt im Durchschnitt unter der Inflation