Schlaflose Nächte, viele Tränen

Ex-Weltmeister Innerhofer nach Tod seines Teamkollegen Franzoso am Boden zerstört

Matteo Franzoso erlag nach einem Trainingssturz seinen Verletzungen.
© GEPA pictures/ Mathias Mandl

Am vergangenen Montag erlag der italienische Abfahrer Matteo Franzoso seinen schweren Verletzungen, die er sich bei einem verheerenden Trainingssturz in Chile zugezogen hatte. Nach zwei Tagen Bangen und Hoffen teilte Italiens Wintersportverband FISI mit, dass Franzoso verstorben ist.

Viele Wegbegleiter aus dem Ski-Weltcup und Teamkollegen meldeten sich in den vergangenen Tagen vor allem in den sozialen Medien zu Wort. Viele wollten so ihre Trauer verarbeiten.

Einer, der nach dem tragischen Unfall besonders leidet, ist Franzosos Teamkollege Christof Innerhofer. Der ehemalige Weltmeister ging jetzt mit einem sehr emotionalen Insta-Posting an die Öffentlichkeit. „Ich habe schon viel erlebt in meiner Karriere, aber nicht das: Schmerz ohne Ende“, beginnt der 40-Jährige seine Nachricht. „Dies sind die schwersten Tage, die ich als Sportler je hatte und deshalb bin ich vom Trainingslager nach Hause geflogen – aus Respekt und weil ich nicht daran denke, weiterzumachen.“

Gegenüber der Zeitung La Repubblica sprach der Südtiroler von schlaflosen Nächten: „Ich bin am Boden. Ich lag dort hellwach im Bett. Die erste Nacht nach dem Unglück bin ich bis 4 Uhr morgens spazieren gegangen, die zweite habe ich mich im Kraftraum abreagiert.“

Innerhofer hat den Unfall hautnah mitbekommen. Er kam zwei Minuten vorher im Ziel an und soll anschließend mit dem Sessellift über die Unglücksstelle gefahren sein. (TT.com)