30 Jahre Teestube Schwaz: Ein Ort der Menschlichkeit und Hoffnung
Die Teestube Schwaz feiert ihr 30-jähriges Bestehen als wichtige Anlaufstelle für Menschen in Notsituationen. Was 1995 als temporäre "Wärmestube" begann, hat sich zu einer festen Institution entwickelt, die weit mehr bietet als nur einen Platz zum Aufwärmen.
Schwaz - Die Teestube im ehemaligen Fuggerhaus, heute in den Räumlichkeiten der Tertiarschwestern, bietet einen geschützten Raum für Menschen in unterschiedlichsten Krisensituationen. Das Angebot umfasst die Deckung von Grundbedürfnissen, Unterstützung bei Behördenwegen und individuelle Beratung - unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Religion.
"Die Gründe, aus denen Menschen die Teestube aufsuchen, sind unterschiedlich", erklärt Petra Witting, Geschäftsführerin der Teestube. "Am Anfang stehen oft schwere Schicksalsschläge: der Verlust der Arbeit, familiäre Zerwürfnisse, psychische Erkrankungen, Suchtproblematiken oder auch der plötzliche Wegfall des sozialen Netzes."
Zurück ins selbstbestimmte Leben
Die SozialarbeiterInnen versuchen gemeinsam mit den Betroffenen individuelle Lösungswege zu entwickeln. Ziel ist es, die Menschen zu befähigen, ihre Lebenssituation aus eigener Kraft zu verbessern und wieder selbstbestimmt zu leben.
"Die Teestube ist mehr als nur ein Ort zum Aufwärmen", betont Witting. "Sie ist ein Raum, in dem Menschen so angenommen werden, wie sie sind – ohne Vorurteile, ohne Bedingungen."
Die Teestube gehört zum "Verein für Sozialprojekte in Schwaz", der weitere Angebote wie "Betreutes Wohnen", "Sozialberatung Zillertal" und das Sozial- und Kulturprojekt "schranken-los" betreibt. Hannes Wanitschek, Obmann des Vereins, nutzt das Jubiläum für einen Dank: "Im Namen des Vereins und insbesondere der Teestube darf ich allen UnterstützerInnen, Partnerinstitutionen und WegbegleiterInnen der letzten drei Jahrzehnte danken."