Überraschender Rücktritt im ÖSV-Team vor den Olympischen Spielen
Das ÖSV-Damen-Skisprungteam kommt nicht zur Ruhe. Wenige Tage nach dem verhängnisvollen Sturz von Eva Pinkelnig bei der Olympia-Generalprobe in Predazzo erklärte Jacqueline Seifriedsberger überraschend ihren Rücktritt.
Die 34-Jährige, die in ihrer Karriere drei Weltcupsiege feierte und sieben WM-Medaillen eroberte, macht vor dem Olympia-Winter Schluss. „Alles hat seine Zeit. Bereits in den letzten Jahren hat es mich extrem viel Überwindung gekostet, weit zu springen und sauber zu landen. Das wurde von Saison zu Saison schwieriger“, erklärte die Oberösterreicherin.
„Die Entscheidung, meine Karriere zu beenden, ist dabei nicht von heute auf morgen gefallen, sondern über einen längeren Zeitraum in mir gereift. Die Ereignisse vom vergangenen Wochenende habe ich aufmerksam verfolgt – sie haben mir noch einmal gezeigt, dass der Entschluss für mich der richtige ist“, sprach Seifriedsberger die Sturzorgie vom Wochenende an, bei der gleich drei Athletinnen schwer verletzt wurden.
Bereits vor wenigen Wochen hatte Sara Marita Kramer ihr Karriereende verkündet. Nach dem Abschied von Seifriedsberger und dem Verletzungs-Aus von Pinkelnig wird es für den ÖSV immer schwieriger, in Hinblick auf Olympia ein schlagkräftiges Team aufzustellen.
„Die Entwicklungen der letzten Tage stellen uns zwar vor neue Herausforderungen, doch wir blicken positiv nach vorne. Wir glauben an das Potenzial unserer Athletinnen, an die Stärke der nächsten Generation und wir vertrauen auf das Team und den gemeinsamen Weg“, wurde der sportliche Leiter der ÖSV-Springer und -Kombinierer, Florian Liegl, in einer Aussendung zitiert. (TT.com)
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