Maradona und der Papst

Quirlige Metropole am anderen Ende der Welt

Bei einem Trip nach Buenos Aires darf ein Besuch im Stadtteil „La Boca“ mit seinen bunten Wellblechhäusern nicht fehlen.
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Buenos Aires: Wo europäische Eleganz auf südamerikanische Leidenschaft trifft.

Von Elisabeth Zangerl

Tango, Fußball, gute Steaks und eine spannende Architektur – darauf trifft man in Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires. Nicht fehlen darf bei einem Besuch im „Paris Südamerikas“ ein Abstecher nach „La Boca“, ein Viertel, das mit seinen bunten Häusern und engen Gassen ein ganz besonderes und schwer zu beschreibendes Feeling vermittelt. Zugegeben: Gegen einen schnellen Städte-Trip nach Buenos Aires spricht vor allem eines: die große Distanz, die von Europa aus zurückgelegt werden muss. Südamerikanische Metropolen lassen sich aber wunderbar – und auch in kurzer Zeit – auf dem Seeweg erkunden. Die italienische Kreuzfahrtflotte Costa bietet eine Reihe individueller Routen während unserer Wintermonate an.

Der Vorteil einer Kreuzfahrt: Während man reist, kann man all die Annehmlichkeiten genießen, die das Schiff zu bieten hat.
© Costa Kreuzfahrten

Ein Highlight und gefragter Stopp dabei ist die argentinische Hauptstadt Buenos Aires, die unheimlich viele Parallelen zu Paris zeigt. Warum Buenos Aires einen französischen Einfluss im Städtebau aufweist? Bei der Neugestaltung der Stadt wurden Prinzipien des Pariser Stadtplaners Baron Georges-Eugène Haussmann übernommen, lautet die Erklärung. Besonders ersichtlich ist dies an der Plaza de Mayo, dem historischen und politischen Mittelpunkt der Stadt.

Das opulente Regierungsgebäude, die Casa Rosada.
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Dort trifft man auf das opulente Regierungsgebäude, die Casa Rosada, viele Tango tanzende Menschen und südamerikanische Leichtigkeit oder die Metropolitan-Kathedrale, die sich ebenso an der ikonischen Plaza befindet. ­Apropos: In dieser Kathedrale zelebrierte auch der verstorbene Papst ­Franziskus, der gebürtiger ­Argentinier war, heilige Messen.

An der Chabuca Granda findet sich ein Park, zahlreiche Restaurants und Geschäfte.
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„Pralinenschachtel“ und Maradona

Buenos Aires bietet viele Sehenswürdigkeiten. Welche man besucht, muss daher gut überlegt werden. Unbedingt sollte man jedoch einen Abstecher ins Viertel „La Boca“ wagen, das wohl bekannteste der insgesamt 48 Stadtviertel der südamerikanischen Metropole. Einst von italienischen Einwanderern besiedelt, fasziniert es heute nicht nur wegen der perfekten Fotomotive – etwa in der Fußgängerzone „Caminito“ oder die vielen bunten Wellblechhäuser. Nirgendwo in der Stadt kann man die große Emotion, die Fußball im Land vermittelt, so aufsagen wie hier. So winken gleich zu Beginn schon die drei argentinische „Gottheiten“ – Maradona, Evita und Gardel, Letzterer gilt als Argentiniens größte Tango-Persönlichkeit – den Besuchern vom Balkon aus zu.

Die drei argentinischen „Gottheiten“ – Maradona, Evita und Gardel – winken den Besuchern vom Balkon aus zu.
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In La Boca liegt auch das berühmte Fußballstadion „Bombonera“, das Stadion der Boca Juniors und zugleich Heimat des Stars Diego Maradona. Übrigens: Seinen Namen trägt das Stadion aufgrund seiner Form, die einer Pralinenschachtel ähnelt.

In La Boca liegt auch das berühmte Fußballstadion „Bombonera“.
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„Obelisco“ und eine flexible Metallblume

Was es sonst noch zu tun gibt in Buenos Aires? Eine ganze Menge, etwa ein Spaziergang am Friedhof La Recoleta, in einem gleichnamigen, noblen Viertel im Norden der Stadt gelegen. Nicht fehlen darf natürlich ein Besuch an der Plaza de la República mit dem bekannten „Obelisco“. Bilder dieses Platzes sind besonders Fußballfans bekannt – so finden hier immer die Siegesfeiern, wie zuletzt bei der Weltmeisterschaft 2022, statt. Weiters kann ein Besuch in einem der wohl schönsten Opernhäuser der Welt, dem Teatro Colón, empfohlen werden. Was auch nicht fehlen darf: ein Foto vor der bekanntesten „Blume“ von Buenos Aires – der Metallskulptur „Floralis Genérica“, ebenso im Stadtteil Recoleta zu finden. Das Besondere hierbei: Die Blume öffnet sich tagsüber und schließt sich nachts.

Die bekannteste „Blume“ von Buenos Aires – die Metallskulptur „Floralis Genérica“ – öffnet sich tagsüber und schließt sich nachts.
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Gaucho-Ranch, Tango und ein Biopark

Besucht man Buenos Aires, ist eine Mindestaufenthaltsdauer von mehreren Tagen zu empfehlen. Hat man aber weniger Zeit, bieten beispielsweise Kreuzfahrtflotten wie Costa spannende Tagestouren an, je nach Interessen der Gäste. Neben klassischen Stadtrundfahrten und Touren durch Fußballstadien und -museen etwa auch einen Ausflug in den Biopark Temaikèn, der gut anderthalb Stunden von Buenos Aires entfernt, in der Stadt Belén de Escobar, liegt.

Auch der Natur wird Platz eingeräumt. Dieser über den Zaun wachsende Baum wird kunstvoll gestützt.
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Im Angebot steht auch ein Ausflug zu einer typischen argentinischen Gaucho-Ranch – und nur 35 km von der Hauptstadt entfernt gelegen findet sich die Stadt Tigre, das Tor zum Delta des Flusses Paraná. Zur Auswahl stehen natürlich zahlreiche Ausflüge im Zeichen des Tangos. „Tango“ steht bekannterweise für den leidenschaftlichen Tanz, der seinen Ursprung in Argentinien hat, aus der Verschmelzung verschiedener Kulturen entstand und wohl Sinnbild für die südamerikanische Lebensfreude und Leidenschaft ist. Darauf trifft man in Buenos Aires und wohl im ganzen Land an allen Ecken.

Der Cabildo de Buenos Aires diente während der Zeit des Vizekönigreichs Río de la Plata (1776–1814) als Regierungssitz. Das Gebäude beherbergt heute ein Nationalmuseum.
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