Mehrere Anzeigen bei Polizei

Nebenjob, Investment, Treuepunkte: Tiroler verloren hohe Summen an Internetbetrüger

Von mehreren Fällen von Internetbetrug berichtete am Freitag die Tiroler Polizei. Dabei verloren die Opfer bis zu mehr als 100.000 Euro.

Online-Investment endete mit hohem Verlust

Den höchsten Verlust machte ein 53-Jähriger aus Innsbruck. Der Mann wurde über Social-Media-Plattformen an einen Chat weitergeleitet. Dort wurden ihm Investmentmöglichkeiten angeboten. Daraufhin kam er in einen neuen Gruppenchat, wo ihm Aktienanlagen vorgestellt wurden.

Der 53-Jährige ging darauf ein und überweis insgesamt einen niedrigen sechsstelligen Betrag auf verschiedene Konten. Erst als er für die folgenden Gewinnauszahlungen aufgefordert wurde, Steuern nachzuzahlen, wurde der Mann stutzig. Am Freitag erstattete er Anzeige.

Nebenjob erwies sich als Betrug

Bereits im August erhielt ein 56-Jähriger aus Silz eine SMS, in der ihm eine vermeintliche Werbegesellschaft einen Nebenjob anbot. Die Aufgabe sei es, auf diversen Onlinekanälen Videos anzuschauen, zu liken und mit einem Screenshot zu beweisen. Der Mann wollte den Job annehmen und wurde aufgefordert, zehn Euro an ein litauisches Konto zu überweisen, um seine Bezahlung inklusive Provision zurückzuerhalten.

Anfänglich wurde das Geld wie vereinbart rücküberwiesen. Das Unternehmen forderte allerdings immer höhere Beträge von dem 56-Jährigen, der das Geld überwies oder auf Krypto-Börsen transferierte. Insgesamt gab er so einen niedrigen fünfstelligen Betrag, also mehr als 10.000 Euro, aus. Anfang September gerieten die Auszahlungen ins Stocken und endeten schließlich.

Mann wollte Treuepunkte einlösen

Am Mittwoch meldete sich ein 52-Jähriger aus Kappl bei der Polizei: Er hatte – ebenfalls bereits im August – eine SMS erhalten, die ihn vor dem Ablaufen gesammelter Punkte warnte. Um sich die Punkte zu sichern, klickte er auf einen Link und wurde weitergeleitet „auf eine Fake-Webseite, die der originalen Webseite eines bekannten österreichischen Handyproviders nahezu identisch war“, heißt es von der Polizei.

Daraufhin wurde der Mann dazu aufgefordert, seine Punkte einzulösen, um günstig ein Tablet zu kaufen. Im Zuge des Zahlungsvorgangs wurde der 52-Jährige dazu verleitet, seine Bank-Zugangsdaten bekanntzugeben. So erhielten die Täter Zugang zum Konto. Zwei Abbuchungen wurden getätigt, insgesamt verlor der Mann mehrere Tausend Euro. (TT.com)