Von der Ethnologin zur Queenmother: Filmabend zeigt Bildungshilfe in Ghana
Der Dokumentarfilm „Obroni“ zeigt die Arbeit des Vereins „Help4Ghana“, der seit 27 Jahren Schulkinder im Osten Ghanas unterstützt. Am 15. Oktober wird der Film in Reutte präsentiert.
Reutte – „Help4Ghana“ leistet seit fast drei Jahrzehnten wichtige Bildungsarbeit in Ghana. Der Verein unter der Leitung von Christine Refaei unterstützt Kinder in sechs Buschdörfern rund um Akropong/Akwapim im Osten des westafrikanischen Landes. Mit nur 40 Euro pro Schuljahr werden Schulmittel, Schulgeld und Schuluniformen für die neunjährige Schulzeit finanziert. Derzeit unterstützt der Verein 1500 SchülerInnen in sechs Buschdörfern der Region.
Von der Ethnologin zur „Nana Odosso“
Die Geschichte hinter dem Engagement ist außergewöhnlich: Christine Refaei, Ethnologin und Obfrau des Vereins, wurde 1998 zur „Queenmother for Development“ am Königshof in Akropong/Akwapim ernannt – eine Art Regionalkönigin mit Entwicklungsauftrag. In einem feierlichen Staatsakt bekam sie den Namen „Nana Odosso II.“. „Seit dieser Zeit wollte ich etwas zurückgeben und habe einen Verein gegründet, damit das Ganze transparent wird“, erzählt Refaei.
Anlässlich ihres 25-jährigen „Regierungsjubiläums“ entstand in Zusammenarbeit mit Regisseur Helmut Schwarz ein Dokumentarfilm mit dem Titel „Obroni“ (Twi für „Weißer“).
Filmvorführung in Reutte
Die Außerferner haben am 15. Oktober ab 20 Uhr in der Kellerei in Reutte die Gelegenheit, diesen besonderen Dokumentarfilm zu sehen. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss an den Film gibt es eine Diskussionsrunde.
Regisseur Helmut Schwarz und Christine Refaei, die erst kürzlich von einem Kontrollbesuch in Ghana zurückgekehrt ist, werden persönlich anwesend sein. Die Veranstaltung bietet die Möglichkeit, mehr über das Projekt zu erfahren und eventuell selbst Pate für Erstklässler in den Buschschulen zu werden.
Mehr dazu unter help4ghana.com.
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