Auszeichnung für Professorin

Tiroler Landespreis für Wissenschaft 2025 an Michaela Ralser verliehen

Wissenschaftslandesrätin Cornelia Hagele überreichte den Tiroler Landespreis für Wissenschaft an Michaela Ralser (Universität Innsbruck).
© Land Tirol/Neuner

Die Universitätsprofessorin erhielt die mit 14.000 Euro dotierte Auszeichnung für ihre herausragenden Leistungen im Bereich der Erziehungswissenschaften und ihre Forschungen zur regionalen Heimerziehung.

Innsbruck – Erziehungswissenschaftlerin Michaela Ralser von der Universität Innsbruck wurde am Dienstag mit dem Tiroler Landespreis für Wissenschaft 2025 ausgezeichnet. Die Universitätsprofessorin erhielt die mit 14.000 Euro dotierte Auszeichnung für ihre herausragenden Leistungen im Bereich der Erziehungswissenschaften und ihre Forschungen zur regionalen Heimerziehung.

Ralser hat mit ihren Arbeiten zur Geschichte öffentlicher Erziehung und Fürsorge wesentliche Beiträge zur wissenschaftlichen Aufarbeitung institutioneller Gewalt in Tirol, Vorarlberg und der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino geleistet. Die 1962 in Bozen geborene Wissenschaftlerin studierte Erziehungswissenschaften, Psychologie, Politikwissenschaften und Zeitgeschichte an der Universität Innsbruck und absolvierte einen postgradualen Auslandsaufenthalt an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Missstände sichtbar machen

„Wissenschaft bedeutet Verantwortung. Michaela Ralser hat mit ihrer Forschung gezeigt, dass Wissenschaft auch dazu dient, Erinnerung zu schaffen, Missstände sichtbar zu machen und dadurch in unsere Gesellschaft hineinzuwirken", betonte Wissenschaftslandesrätin Cornelia Hagele bei der Preisverleihung.

Den mit 4000 Euro dotierten Förderpreis erhielt Erziehungswissenschaftlerin Flavia Guerrini.
© Land Tirol/Neuner

Auf Vorschlag der Hauptpreisträgerin ging der mit 4000 Euro dotierte Förderpreis des Landes Tirol für Wissenschaft an Flavia Guerrini, die ebenfalls am Institut für Erziehungswissenschaft forscht. Ihre aktuellen Arbeitsschwerpunkte umfassen die Geschichte der Heimerziehung und Jugendfürsorge sowie Erfahrungen der Kinder von Besatzungssoldaten.

Der seit 1984 jährlich verliehene Landespreis für Wissenschaft wird auf Vorschlag einer Fachjury von der Tiroler Landesregierung vergeben. Im Vorjahr ging der Hauptpreis an Günter Weiss, Direktor der Universitätsklinik für Innere Medizin II, und der Förderpreis an Katharina Kurz von derselben Klinik. (TT)