Unvergleichlicher Siegeszug

Taylor Swift stößt Legenden vom Thron und macht Swifties zu Fans von Shakespeare

Superstar und Diva: Taylor Swift liebt die Inszenierung.
© Universal Music

Der amerikanische Superstar dominiert die Charts und lockt die Fans ins Museum. Kritiker orten mittelmäßige Musik und gutes Marketing, doch der Erfolg gibt dem Superstar recht.

Die Anfangsszene im Video des aktuellen Nummer-eins-Hits „The Fate of Ophelia“ von Taylor Swift hat dem Wiesbadener Landesmuseum einen unverhofften Besucherzuwachs beschert. Am vergangenen Wochenende seien Hunderte zusätzliche Gäste im Museum gewesen, eine Familie sei extra aus Hamburg angereist, sagt Sprecherin Susanne Hirschmann.

Das Ziel der Swifties: ein Jugendstilgemälde mit Ophelia, der Geliebten Hamlets in Shakespeares gleichnamigem Werk. In der Anfangsszene des Videos zum Song „The Fate of Ophelia“ (Das Schicksal von Ophelia) schlüpft Swift in die Rolle der Ophelia und wird zu einem lebendigen Gemälde.

Sie besetzt Chart-Topplätze

Und während manche Medien das neue Album und Taylors Omnipräsenz als „Die Entzauberung eines Popstars“ brandmarken, hält der Siegeszug des amerikanischen Superstars an: In Deutschland steht die US-Musikerin sowohl bei den Alben als auch bei den Singles auf Platz eins. Bei den Single-Charts ist sie gleich mit acht Songs in den Top Ten vertreten - eine Zahl, die bisher niemand zuvor mit Neueinstiegen erreicht hat. In Österreich lässt Swift noch etwas mehr Platz für andere KünstlerInnen: Hierzulande sind lediglich die Top drei von der Popmusikerin belegt. Wie berichtet, sorgt Taylor Swift vor allem auch in den USA für Euphorie.

Mittelmäßige Musik?

Laut Billboard hat ihr neues Album die Marke von mehr als 3,5 Millionen äquivalenten Albumeinheiten überschritten, damit stößt sie Adele vom Sockel. Während die Tageszeitung taz ätzt: Fans würden sich fragen, ob das nur mittelmäßige Musik und gutes Marketing sei, gibt der Erfolg Swift recht. (TT, dpa)