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Historischer Turm in Rom eingestürzt: Arbeiter verletzt, vier Personen eingeschlossen

Bei Renovierungsarbeiten stürzte ein Teil des „Torre dei Conti“ (Turm der Grafen) ein.
© APA/AFP/TIZIANA FABI

Rom – Ein Teil eines historischen Turms aus dem 13. Jahrhundert ist am Montag auf dem archäologischen Gebiet der Kaiserforen in Rom eingestürzt – unter den Trümmern wurde ein rumänischer Arbeiter begraben. Es gibt Anzeichen, dass der 66-Jährige noch lebt, teilten die Behörden mit. Der "Torre dei Conti" (Turm der Grafen) genannte Turm wird derzeit renoviert und befindet sich unweit der Touristenattraktionen Forum Romanum und Kolosseum.

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Neben dem zunächst noch eingeschlossenen Arbeiter waren nach Angaben der Rettungskräfte drei weitere Menschen zum Zeitpunkt des Einsturzes in dem Turm. Sie konnten geborgen werden. Einer von ihnen habe lebensgefährliche Verletzungen erlitten und sei ins Krankenhaus gebracht worden, sagte ein Feuerwehrsprecher der Nachrichtenagentur.

Roms Bürgermeister am Unglücksort

Die Polizei sperrte die Zone ab, die von Touristen stark frequentiert ist. Auch für Fußgänger und Fahrzeuge war kein Durchkommen. Die Rettungsarbeiten und der Einsatz der Notfallfahrzeuge sollten so erleichtert werden. Die Behörden warnten vor weiteren Einstürzen. Am Unglücksort trafen der Bürgermeister von Rom, Roberto Gualtieri, der Kulturminister Alessandro Giuli sowie die Leitung der städtischen Denkmalbehörde ein. Der Turm diente ursprünglich als Residenz der Adelsfamilien und kirchlichen Behörden. 1203 ließ Papst Innozenz III. den Turm für seine Familie, die Grafen von Segni, erweitern. Fassadenplatten aus Travertin, die von den Fori Imperiali stammten, wurden angebracht.

Heute ist die Turmstruktur etwa 29 Meter hoch – dies entspricht nur dem Fundament, während die ursprüngliche Höhe 50 bis 60 Meter überschritten haben dürfte. Zahlreiche Erdbeben in der Geschichte des Turms, insbesondere 1348, 1630 und 1644, reduzierten ihn auf die heutige Größe. (APA)

Die eingeschlossenen Arbeiter wurden von der Feuerwehr befreit.
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