Reuttener Stadtchef bemüht, die unterkühlten Fronten aufzuweichen
Viele interne Gespräche mussten geführt werden, nachdem Reutte on Ice diesen Winter nicht auf Reuttener Eis stattfindet. Lokale Entwicklungspartnerschaft von BM Günter Salchner angekündigt.
Reutte – In wenigen Tagen, am 14. November, startet Reutte on Ice in seine dritte Saison. Westösterreichs größter Eislaufpark ist ein Projekt der Marketing Reutte GmbH (MAREG), an der die Stadtgemeinde Reutte und der TVB Naturparkregion Reutte zu jeweils 50 % beteiligt sind.
Zuletzt war bei einigen in Reutte die Stimmung unterkühlt, weil Reutte on Ice erstmals nicht auf Reuttener Eis stattfindet. Die Eismacher von AST, einem Betrieb, der via Mutter Reuttener E-Werke, der Stadt gehört, hatte den Auftrag für die Kälteaggregate nicht mehr bekommen. Ein Südtiroler Unternehmen hatte mit einem deutlich günstigeren Angebot den Zuschlag erhalten. Vor der Vergabe war auch schon der Ton zwischen AST und dem Tourismusverband deutlich rauer geworden.
In Reutte entspann sich nach Bekanntwerden der Umstände eine Diskussion, ob Bürgermeister Günter Salchner als de facto AST-Eigentümervertreter den Deal mit den Südtirolern verhindern und auf das eigene Unternehmen mehr schauen hätte müssen. Salchner hat daraufhin alle Beteiligten wieder an einen Tisch geholt.
„Für die Zukunft sind die Weichen nun wieder in Richtung Kooperation gestellt“, erklärt Günter Salchner via Aussendung. So präsentiere die AST „Reutte on Ice“ auf Messen, wie zuletzt in Köln, sowie auf der eigenen Website und in sozialen Medien als erfolgreich umgesetztes Referenzprojekt. Gleichzeitig steht die AST Reutte on Ice im Bedarfsfall mit Support-Leistungen zur Seite. Die AST Eis- und Solartechnik GmbH mit Sitz in Höfen hat Reutte on Ice maßgeblich mitentwickelt. Die entsprechenden Eisbahnen und Banden hat die AST an die MAREG verkauft.
Entwicklungspartnerschaft angekündigt
Die AST-Mutter EWR AG wiederum tritt für die Saison 2025/26 als Banden-Sponsor auf. Langfristig strebt man eine Entwicklungspartnerschaft an. Innovationen der AST sollen bei Reutte on Ice erstmals zum Einsatz kommen. Weitere Partner sollen ins Boot geholt werden, um eine regionale Kernkompetenz rund um Eis und Licht aufzubauen. Dies stärke wiederum den Wirtschaftsstandort Reutte, heißt es seitens der Stadt.
Ab der Saison 2026/27 will man auch wieder im Bereich der Kälteaggregate ins Geschäft kommen. „So weit waren wir noch nie in der Zusammenarbeit zwischen AST und MAREG. Die unzähligen Gespräche haben sich bezahlt gemacht“, resümiert der Gemeindechef.
Für den TVB wie für die Stadtgemeinde hat sich Reutte on Ice zum absoluten Erfolgsprojekt gemausert. „Mit sehr günstigen Saisonkarten bieten wir den Familien ein leistbares und attraktives Freizeitangebot“, betont der Bürgermeister.
TVB-Geschäftsführer Ronald Petrini ergänzt: „Das mit der Firma mki umgesetzte Lichtkonzept, die Einbindung regionaler Vereine und Wirtschaftstreibender, die Bespielung mit verschiedenen Veranstaltungen wie beispielsweise Opening und Weihnachtsmarkt und die intensive Marketingarbeit wurden letztlich mit dem Tirol Touristica Award und dem Austria Event Award in Silber belohnt.“