Mahrer räumt Fehler bei Kammer-Gagen ein und verteidigt sein hohes Gehalt
Der Wirtschaftskammer-Präsident will den Schaden begrenzen und verteidigt seinen hohen Verdienst.
„Ich habe mir die Kritik angehört und in den letzten Tagen zugehört. Und muss sagen: Wir haben Fehler gemacht. Ich habe Fehler gemacht“, räumt WKO-Präsident Harald Mahrer jetzt ein. Er könne die Kritik nachvollziehen, so Mahrer. Gleichzeitig verteidigte Mahrer seine eigene Gage mit „viel Verantwortung und persönlicher Haftung“.
„Intransparentes System“
Die teilweise massiven Zuwächse um bis zu 60 Prozent bei den Landeskammerpräsidenten (etwa bei Tirols WK-Chefin Barbara Thaler) begründete er mit einer vorgenommenen „Systemumstellung“. Man habe ein „intransparentes System“ mit Zuschlägen abgeschafft und erneuert.
Nach heftiger Kritik an vergleichsweise üppigen Gehaltsanpassungen in der Wirtschaftskammer um 4,2 Prozent hatte Mahrer anfangs von einer Halbierung der Erhöhung auf 2,1 Prozent gesprochen. Tatsächlich gibt es aber nur im ersten Halbjahr gar keine Erhöhung, im zweiten dafür eine von 4,2 Prozent. Damit ist der Ausgangswert für das Jahr darauf höher.
Der größte Fehler sei im Bereich der Kommunikation gelegen, aber auch in einer falschen Einschätzung der Entwicklung, so der zerknirschte Kammer-Chef. Der Forderung nach einer Senkung der Kammerumlage erteilt Mahrer vorerst eine Absage. „Unmittelbar nicht, aber wir haben immer wieder Schritte gesetzt und wir werden das auch in Zukunft tun.“ (APA)
Bis zu 60 Prozent mehr
Chefgagen in der Wirtschaftskammer lassen Wogen weiter hochgehen
Mahrer mit Machtwort