ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Ein Ort der Hoffnung

Rund 50 Partnerfirmen aus der Region unterstützen den Tiso – Tiroler Sozialmarkt mit Sachspenden vom Brot bis zur Seife. GF Felix Staats beim Einräumen der Lieferung.
© Giesinger

Der Tiroler Sozialmarkt verändert Leben und hilft wertvolle Ressourcen retten.

Wenn Felix Staats in der Früh den Tiroler Sozialmarkt (Tiso) in der Innsbrucker Adamgasse aufschließt, weiß er: Heute wird wieder jemand kommen, der sonst nicht wüsste, wie er oder sie sonst über die Runden kommt. Seit Anfang des Jahres ist Staats Geschäftsführer der Einrichtung, die für viele Menschen in Tirol längst mehr ist als nur ein günstiges Lebensmittelgeschäft. Der Tiroler Sozialmarkt ist ein Ort der Würde, der Solidarität – und manchmal auch der Rettung.

4000 Einkaufsberechtigte

„Ohne euch könnte ich meinen Kindern kein gesundes Essen mehr auf den Tisch stellen“, sagte eine Mutter kürzlich zu ihm. Ein Satz, der bleibt. Und der zeigt, wie tief die Not inzwischen reicht. Rund 4.000 Menschen sind derzeit für den Einkauf im Tiso berechtigt – Tendenz steigend. Besonders auffällig: Immer mehr Pensionist*innen und Alleinerziehende, aber auch junge Familien und Studierende beantragen Berechtigungskarten. Die Gründe sind offensichtlich: steigende Lebensmittelpreise, hohe Mieten und Energiekosten. Für viele reicht das Geld am Monatsende nicht mehr.

Lebensmittelrettung

Doch der Tiso ist mehr als ein Ort der Not: Denn hier wird nicht nur geholfen – hier wird auch gerettet. Lebensmittel, die anderswo entsorgt werden würden, finden im Tiso neue Abnehmer. „Unsere Kundinnen und Kunden kommen nicht nur wegen der niedrigen Preise. Viele wollen bewusst etwas gegen Verschwendung tun“, erklärt Staats. Diese doppelte Wirkung – Hilfe für Menschen und Rettung von Ressourcen – macht den Sozialmarkt zu einem doppelten Gewinn.

Die Arbeit hinter den Kulissen ist enorm: Rund 50 Firmen aus der Region unterstützen den Tiso regelmäßig mit Waren – vom Großhändler bis zur kleinen Bäckerei. „Ohne diese Partnerschaften könnten wir den Betrieb nicht aufrechterhalten“, sagt Staats.

„Für viele reicht das Geld am Monatsende einfach nicht mehr.“

Felix Staats, Geschäftsführer Sozialmarkt Innsbruck

Ressourcenknappheit

Doch die Herausforderungen wachsen: Während die Nachfrage steigt, bleiben die Ressourcen knapp. Förderungen sind oft kurzfristig und Bürokratie erschwert die Arbeit. Staats wünscht sich mehr Planungssicherheit und eine klare politische Anerkennung: „Sozialmärkte sollten als Teil der Daseinsvorsorge gelten – wir sind für viele Menschen unverzichtbar.“

Zweiter Standort

Langfristig träumt er von einem zweiten Standort, von mehr Angeboten und finanzieller Stabilität. Und – ganz idealistisch – davon, dass der Tiso eines Tages weniger gebraucht wird, weil Armut und Verschwendung zurückgehen. Doch bis dahin bleibt der Sozialmarkt ein Ort, an dem Hilfe greifbar wird. Ein Ort, an dem Menschen mit Würde einkaufen können. Ein Ort, der zeigt, was möglich ist, wenn eine Gesellschaft zusammenhält.

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