Rot für Ronaldo! Und plötzlich zittert Portugal um die WM-Qualifikation
Ausgerechnet Kapitän Cristiano Ronaldo flog bei Portugals Niederlage gegen Irland vom Platz. Frankreich jubelt ebenso wie Norwegen, das von Italien nur noch theoretisch abgefangen werden kann.
Dublin – Frankreich sicherte sich am Donnerstag mit einem 4:0-Heimsieg über die Ukraine als zweites Team nach England eines der zwölf europäischen Fixtickets für die WM 2026. Der Vize-Weltmeister besiegte in Gruppe D die Ukraine dank Doppelpacker Kylian Mbappe (55./Elfmeter, 83.), Michael Olise (76.) und Hugo Ekitike (88.) und darf damit für die WM planen. Die Osteuropäer stehen am Sonntag in Warschau vor einem Finale gegen die punktegleichen Isländer um Platz zwei. Island setzte sich in Aserbaidschan 2:0 durch.
Um die direkte Quali zumindest ein bisschen zittern müssen hingegen Altmeister Cristiano Ronaldo und Portugal, die in Gruppe F beim 0:2 in Irland die erste Niederlage kassierten. Während Troy Parrott dabei doppelt traf (17., 45.), sah ein frustrierter Ronaldo nach einer Stunde für einen Ellbogencheck Rot. Sein Team hält weiter bei 10 Punkten. Ungarn (8 Zähler) setzte sich in Armenien mit 1:0 durch und könnte Portugal noch überholen. Im letzten Heimspiel gegen Armenien am Sonntag ist der Portugal freilich haushoher Favorit.
Norwegen reicht 0:8-Niederlage
Fast sicher ist das WM-Ticket auch für Norwegen. In Oslo sorgten Alexander Sörloth (50., 52.) und Erling Haaland (56., 62.) innerhalb von 13 Minuten für die Entscheidung. Italien, das in der Republik Moldau erst spät 2:0 siegte, muss wohl ins Play-off.
Ergebnisse vom Donnerstag
Gruppe D
- Aserbaidschan – Island 0:2 (0:2). Tore: A. Gudmundsson (20.), Ingason (39.)
- Frankreich – Ukraine 4:0 (0:0). Tore: Mbappe (83./Elfmeter, 55.), Olise (76.), Ekitike (88.)
Gruppe F
- Armenien – Ungarn 0:1 (0:1). Tore: Varga (33.)
- Irland – Portugal 2:0 (2:0). Tore: Parrott (17., 45.). Rot: Ronaldo (Portugal/59.)
Gruppe I
- Norwegen – Estland 4:1 (0:0). Tore: Sörloth (50., 52.), Haaland (56., 62.) bzw. Saarma (64.)
- Moldau – Italien 0:2 (0:0). Tore: Mancini (88.), Esposito (92.)
Gruppe K
- Andorra – Albanien 0:1 (0:0). Tor: Asllani (67.)
- England – Serbien 2:0 (1:0). Tore: Saka (28.), Eze (90.)
Vor dem Gruppe-I-Finale am Sonntag in Mailand liegt Norwegen drei Zähler vor den Italienern, bei Punktegleichheit entscheidet das Torverhältnis. Und da haben die Skandinavier mit einem Plus von 17 Treffern die Nase meilenweit vor den Azzurri. Norwegen könnte sich sogar eine 0:8-Niederlage erlauben. Damit endet aller Voraussicht nach eine 26-jährige Durststrecke. Die bisher letzte Endrunde mit norwegischer Beteiligung war die EM 2000, die jüngste WM-Teilnahme datiert gar aus dem Jahr 1998.
Albanien fix im Play-off
Aus dem WM-Rennen verabschiedete sich Serbien. Salzburg-Legionär Aleksa Terzic und Co. unterlagen den schon zuvor qualifizierten Engländern in Wembley mit 0:2, Bukayo Saka (28.) und Eberechi Eze (90.) trafen für die Hausherren. Serbien hat nun keine Chance mehr auf Platz zwei und den damit verbundenen Play-off-Platz. Den sicherte sich Albanien mit einem 1:0 in Andorra.