Überflutungen durch Dauerregen in Norditalien: Ligurien und Toskana schwer getroffen
Genua – Heftiger Dauerregen hat am Wochenende große Teile Liguriens getroffen und zahlreiche Schäden verursacht. Auch die Regionen Toskana und Emilia-Romagna waren betroffen. In Genua stürzte im Stadtteil Pegli eine Stützmauer ein. Mehrere Autos wurden beschädigt, die Versorgung mit Gas und Strom musste unterbrochen werden.
In Genua führten die starken Niederschläge zu überfluteten Straßen, die zeitweise wie fließende Bäche wirkten. Nahe der Standseilbahn Sant'Anna stürzte ein Baum um. Die Feuerwehr evakuierte Fahrgäste aus einer blockierten Kabine, verletzt wurde niemand. Der Betrieb der Anlage wurde vorübergehend eingestellt. Die Stadtverwaltung von Genua rief die Bevölkerung auf, unnötige Fahrten zu vermeiden und gefährdete Bereiche wie Unterführungen, Brücken und Flussufer zu meiden. Städtische Parks, Gärten und Friedhöfe bleiben geschlossen.
Auch in der nördlichen Toskana führten die Niederschläge zu erheblichen Problemen. In der Provinz Lucca kam es zu Erdrutschen. Die Einsatzkräfte blieben wegen weiterer erwarteter Niederschläge in erhöhter Bereitschaft.
Keine Entspannung in Sicht
Bereits am Samstagabend waren in Genua und Marina di Carrara Straßen überschwemmt worden, sodass Autos teilweise im Wasser standen. Verletzte wurden nicht gemeldet, doch die Rettungskräfte waren die ganze Nacht über im Einsatz. Für die kommenden Stunden rechnet der italienische Zivilschutz mit einer erneuten Verschärfung der Wetterlage in Norditalien und der Toskana. (APA)