Auktion in New York

Rekord erwartet: Bringt dieses Klimt-Gemälde 150 Millionen Dollar?

Das „Bildnis Elisabeth Lederer“ wird am Dienstagabend in New York versteigert.
© IMAGO/Nancy Kaszerman

In New York werden am Dienstagabend mehrere Werke von Gustav Klimt versteigert. Der Wiener Maler versetzte den Kunstmarkt zuletzt mehrfach in Aufregung. Inoffiziell werden noch deutlich höhere Summen für seine Werke bezahlt.

Am Dienstagabend könnte bei einer Auktion in New York ein Gemälde von Gustav Klimt zum Rekordpreis den Besitzer wechseln. Das auf 150 Mio. US-Dollar (130 Mio. Euro) geschätzte Spätwerk „Bildnis Elisabeth Lederer“ wird bei Sotheby's in New York unter versteigert. Das Werk stammt aus der Sammlung des 2023 verstorbenen US-amerikanischen Kosmetik-Unternehmers Leonard A. Lauder, dessen Kollektion österreichischer und französischer Moderne in Fachkreisen als eine der bedeutendsten privaten Sammlungen überhaupt gilt.

Neben dem in Klimts letzten Lebensjahren entstandenem Porträt kommen auch zwei zentrale Landschafts- und Naturstücke des Künstlers unter den Hammer: die „Blumenwiese“ (Schätzwert: 80 Millionen US-Dollar) und der späte, mosaikhaft verdichtete „Waldabhang in Unterach am Attersee“ (70 Millionen US-Dollar).

Gustav Klimt mit Katze. Die Fotografie dürfte um 1913 entstanden sein.
© IMAGO/GRANGER Historical Picture Archive

Zur Person

Gustav Klimt (1862–1918) war ein österreichischer Maler und Mitbegründer der Wiener Secession. Bekannt für seinen dekorativen, symbolistischen Stil und den Einsatz von Gold, schuf er ikonische Werke wie „Der Kuss“, ,„Adele Bloch-Bauer I“ und zahlreiche Porträts der Wiener Gesellschaft.

Seine Kunst markiert den Übergang vom Historismus zur Moderne und prägte die Wiener Jahrhundertwende nachhaltig.

Die Erwartungen sind hoch: Klimt-Bilder sorgten in den vergangenen Jahren immer wieder für Rekorde auf dem internationalen Kunstmarkt. Der offizielle Auktionsrekord liegt derzeit bei„Dame mit Fächer“, die 2023 in London für 108,4 Mio. Dollar (etwa 93 Millionen Euro) verkauft wurde.

Das Gemälde „Adele Bloch-Bauer I“ wechselte 2006 für kolportierte 135 Millionen Dollar den Besitzer.
© APA

Im Rahmen privater Verkäufe wurden bereits ungleich höhere Summen bezahlt. So wurde„Adele Bloch-Bauer I“ bereits 2006 für kolportierte 135 Mio. Dollar an Ronald Lauder – den jüngeren Bruder von Leonard A. Lauder – verkauft. Für das Schwesterbild „Adele Bloch-Bauer II“ soll ein chinesischer Käufer 2017 angeblich für rund 150 Mio. Dollar an die US-amerikanische Moderatorin und Medienunternehmerin Oprah Winfrey bezahlt haben.

Für Klimts „Wasserschlangen II“ kursieren sogar Summen zwischen 170 und 200 Mio. Dollar. (APA, TT)