Ausfälle gemeldet

Von „ChatGPT“ bis „X“: Technische Störung legte zahlreiche Webseiten in Österreich lahm

Mit dem Kabelsalat eines solchen Servers stehen und fallen oft Hunderte oder Tausende Internetseiten. Ein Server des Hosting-Anbieter Cloudflare hat mit einem Defekt am Montagvormittag für den Ausfall zahlreicher Webseiten gesorgt.
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Eine technische Störung beim Hosting-Anbieter Cloudflare war die Ursache. Neben KI-Angeboten waren unter anderem auch die Webseite des Kurier sowie die Seite der FMA nicht erreichbar.

Berlin – Eine technische Störung beim Hosting-Anbieter Cloudflare hat etliche Webseiten und Online-Apps unerreichbar gemacht. Betroffen waren am Nachmittag unter anderem die Social-Media-Plattformen X und Truth Social. Auch das KI-Angebot von OpenAI, ChatGPT, konnte keine Antworten mehr liefern, weil die User die Website nicht erreichen konnten. In Österreich war etwa die Website der Tageszeitung Kurier betroffen, die Seite der Finanzmarktaufsicht (FMA) war nicht erreichbar.

Cloudflare ist ein globaler Internet-Infrastruktur- und Sicherheitsanbieter, dessen Dienste eigentlich Webseiten und Online-Anwendungen schneller, sicherer und stabiler machen sollen. Der US-Dienst ist besonders bekannt für seine DDoS-Abwehr. Das heißt: Es schützt Webseiten davor, durch massenhafte Anfragen lahmgelegt zu werden. Das ist auch der Grund, warum große Publikationen und Webportale sich auf Cloudflare stützen.

Cloudflare arbeitet am Problem

Auf der Status-Webseite meldete das Unternehmen zunächst: „Cloudflare ist sich eines Problems bewusst, das mehrere Kunden betrifft, und untersucht dieses derzeit“. Man arbeite daran, die vollständigen Auswirkungen zu verstehen und das Problem zu beheben. Später hieß es dann: „Wir beobachten eine Erholung der Dienste, aber Kunden können weiterhin überdurchschnittlich hohe Fehlerraten feststellen, da wir unsere Abhilfemaßnahmen fortsetzen.“

Im Oktober hatten Serverprobleme beim Cloud-Anbieter Amazon Web Services (AWS) weltweit bei zahlreichen Onlinediensten für Störungen gesorgt. Damals waren neben Services von Amazon selbst unter anderem auch Zahlungsdienstleister, Börsenplattformen und Spieleanbieter betroffen. (APA)