Song Contest in Wien: Österreich hofft auf Teilnehmerrekord
Die Vorbereitungen für den ESC in Wien laufen auf Hochtouren. 90.000 Tickets werden für die Großveranstaltung im Mai 2026 angeboten. Die Israel-Frage soll im Dezember geklärt werden.
Ungeachtet der andauernden Diskussion zwischen den Mitgliedsländern der European Broadcasting Union (EBU) über eine Teilnahme Israels am 70. Eurovision Song Contest laufen die Vorbereitungen auf das Event in Wien auf Hochtouren. Am Dienstag gab der ORF deshalb einen Zeitplan für die nächsten Schritte bekannt.
Die Entscheidung über die Israel-Frage soll bei der Generalversammlung der EBU Anfang Dezember fallen. ORF-Generaldirektor Roland Weißmann, der zuletzt bei einer Israelreise Präsident Jizchak Herzog und Vertreter des örtlichen Senders Kan getroffen hatte, sprach sich am Dienstag erneut für die ESC-Teilnahme des Landes aus.
90.000 Tickets werden aufgelegt
Überhaupt strebe er eine Rekordteilnehmerzahl zum 70. Geburtstag des größten Musikwettbewerbs der Welt an, unterstrich Weißmann. Die liegt bislang bei 43 Teilnehmerinnen. Dass Bulgarien, Rumänien und Moldawien in Wien wieder mit an Bord sein wollen, ist bereits klar. Sie verzichteten zuletzt aus Kostengründen. Unlängst hatte auch Kanada Interesse an der Teilnahme angemeldet.
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90.000 Tickets für den ESC gehen in den Verkauf. Vergeben sollen sie über ein zweistufiges System werden. Am 24. November startet auf der EBU- und ORF-Homepage eine Registrierungsphase. Erst danach können Tickets für die drei Shows und die Generalprobe gekauft werden. Weißmann verspricht ein „absolut transparentes Verfahren“. Der ESC findet von 12. bis 16. Mai in der Wiener Stadthalle statt.
Freiwillige und Tänzer gesucht
Dafür werden freiwillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Tänzerinnen und Tänzer gesucht. „Wir brauchen ungefähr 800 Volunteers, die unser Gesicht, unsere Sprache nach außen sind“, erklärt ESC-Executive-Producer Michael Krön. In zwei Wochen starten auch dafür die Registrierungen auf eurovision.orf.at.
Bereits am Wochenende findet ein erstes Casting aus gut 30 Kandidaten für die 12 Plätze von „Vienna Calling“ statt, der österreichischen Vorausscheidung, die am 20. Februar über die Bühne gehen wird. In der von Alice Tummler und César Sampson moderierten Show selbst stimmen dann eine Fachjury und zu 50 Prozent das Publikum ab.
Noch gearbeitet wird indes an den traditionellen Postkarten, den Einspielern vor den jeweiligen Acts. Hier gehe es back to the roots, wie ORF-Programmchefin Stefanie Groiss-Horowitz ankündigte. Bereits jetzt werde an verschiedenen Locations in Österreich gedreht. Die einzelnen Acts werden dann in die Karten hineingezogen: "Wir werden Österreich von den schönsten Seiten sehen."
„Wir werden Basel toppen!“
Der Anspruch des ORF für den 70. Eurovision Song Contest im eigenen Land sei trotz aller Sparbemühungen natürlich klar, machte Roland Weißmann dabei deutlich: „Es war Basel schon ganz, ganz toll. Aber wir werden es ehrlicherweise toppen können.“ (APA)
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