Mit Stift und spitzer Feder: Zeichenkunst in all ihren Facetten in der Ziller Galerie
Die Ziller Galerie in Stumm präsentiert ab 23. November eine außergewöhnliche Ausstellung, die sich ganz der Kunst der Linie widmet. "Mit Stift und spitzer Feder" bringt acht Künstler*innen zusammen, deren Werke von feinsinnigen Bleistiftzeichnungen bis zu pointierten Karikaturen reichen und zeigt, wie vielseitig und ausdrucksstark das Medium Zeichnung sein kann.
Die Ausstellung stellt eine der ursprünglichsten Kunstformen in den Mittelpunkt: die Zeichnung. Ob mit Bleistift, Feder oder Tusche – die Linie wird zum Träger von Beobachtung, Emotion, Humor und kritischem Denken. Die präsentierten Arbeiten führen einen spannenden Dialog zwischen Präzision und Spontaneität, zwischen Ernsthaftigkeit und Ironie.
Vielfältige künstlerische Positionen
Die Bandbreite der ausgestellten Werke ist beeindruckend: Martin Abentung konzentriert sich in seinen Zeichnungen auf den Menschen und seine alltäglichen Momente, während Bernhard Weger mit Tuschepinsel-Zeichnungen die traditionelle Tiroler Architektur einfängt.
Helmut Kasper setzt auf den Weg des Witzes und kommentiert mit seinen Karikaturen gesellschaftliche und politische Themen. Walter Kamper wiederum erforscht in seinen Tusche- und Bleistiftzeichnungen die Beziehung zwischen Mensch und Raum und widmet sich ebenfalls der Karikatur.
Die Künstlerin Wanda Mohilova beeindruckt mit sensiblen Aktskizzen, die den menschlichen Körper in Bewegung festhalten. Josef Huber interpretiert das Zeichnerische auf abstrakte Weise mit Kohlezeichnungen auf Leinwand, die mit dem Wechselspiel von Linie und Fläche spielen.
Monika Höller erzählt in ihren Zeichnungen kleine Geschichten des Alltags mit Humor und Empathie, während Carolin Steiner mit abstrahierten Tuschezeichnungen arbeitet, die von Rhythmus und Bewegung leben. Sieghart Bader verbindet Bleistift und Tusche zu einer eigenen Bildsprache zwischen Abstraktion und Illustration.
Vermittlungsprogramm mit den Künstler*innen
Die Ausstellung wird durch ein attraktives Vermittlungsprogramm ergänzt. Bei freiem Eintritt können Besucher*innen an drei Terminen verschiedene Zeichentechniken kennenlernen: Am 25. Jänner zeigt Josef Huber seine Arbeit mit Kohle, am 8. Februar führt Martin Abentung in die Portraitskizze ein, und am 1. März erklärt Helmut Kasper Tipps und Tricks für Karikaturen.
"Die Schau lädt dazu ein, genau hinzusehen, Zwischentöne zu entdecken und den Dialog zwischen Strich und Bedeutung zu erleben", erklärt die Galerie. "Hier begegnen sich künstlerische Handschriften, die so unterschiedlich sind wie die Themen, die sie berühren – und doch alle in einer gemeinsamen Sprache sprechen: der Sprache der Linie."