Kein Einsatz für Erler

Traum von der Sensation platzte: Österreich unterlag Italien im Davis Cup 0:2

Jurij Rodionov musste sich im hart umkämpften ersten Einzel geschlagen geben.
© TIZIANA FABI

Nach nur zwei Spielen ist das „Davis Cup Final 8“ für Österreichs Tennis-Team Geschichte: Gegen Gastgeber Italien verlor der Außenseiter mit 0:2.

Bologna ‒ Die große Sensation blieb Österreichs Tennis-Team am Mittwoch verwehrt. Der klare Außenseiter musste sich im Viertelfinale des „Davis Cup Final 8“ in Bologna Gastgeber und Titelverteidiger Italien mit 0:2 geschlagen geben. Sowohl Jurij Rodionov als auch Filip Misolic verloren ihren Einzelpartien. Der Tiroler Alexander Erler kam im Doppel an der Seite von Lucas Miedler gar nicht mehr zum Einsatz.

Schwer enttäuscht schlich Rodionov schon nach dem ersten Einzel des Tages vor rund 10.000 Fans in der Halle vom Platz. Der 26-jährige Wiener war mit seinen beiden Einzel-Siegen gegen Ungarn noch der gefeierte Held, nun musste sich Österreichs nominelle Nummer zwei im Team dem Italiener Matteo Berrettini mit 3:6, 6:7 (4) geschlagen geben. Rodionov, aktuell auf Rang 177 im ATP-Ranking, konnte gegen den früheren Wimbledon-Finalisten lange Zeit mithalten, am Ende ließ er aber seine große Chance mit drei Satzbällen in Durchgang zwei aus und verlor im Tiebreak. „Die Enttäuschung ist jetzt einfach riesengroß. Es war eine ausgeglichene Partie, leider hat es nicht gereicht“, meinte Rodionov nach der Eröffnungs-Partie.

Misolic kommt nicht ins Spiel

Im Anschluss war für Misolic im Duell mit Flavio Cobolli nichts zu holen. Gegen den nach den Absagen von Jannik Sinner und Lorenz Musetti stärksten Mann der Gastgeber ging der Steirer mit 1:6, 3:6 klar unter. Österreichs Nummer eins im Tennis fand gegen den stark aufspielenden Cobolli nie in die Partie und konnte Österreichs letzte Chance auf die Kehrtwende nicht nutzen.

„Ich habe gewusst, dass es schwierig und ein harter Kampf wird. Es tut mir leid, ich habe alle enttäuscht“, haderte Misolic mit seiner Leistung.

„Um die erste Partie ist es extrem schade“, meinte Davis-Cup-Kapitän Jürgen Melzer und ergänzte: „Man muss mit dem Davis-Cup-Jahr zufrieden sein. Wir müssen schauen, was wir jetzt für eine Auslosung haben. Wir sollten gesetzt sein.“

Im Halbfinale trifft Italien nun auf Belgien. Der zweite Außenseiter neben Österreich hatte sich am Vortag mit 2:0 gegen Frankreich durchgesetzt. Für Österreich geht es indes nach der erwarteten Niederlage gegen Italien im kommenden Jahr in der Qualifikationsrunde wieder um ein Ticket für die nächsten Davis Cup Finals.