Wo soll es hingehen: So gelingt die Berufsorientierung
In Tirol gibt es eine ausgezeichnete Unterstützung bei der Berufsorientierung.
Die Wahl des richtigen Berufs ist eine der wichtigsten Entscheidungen im Leben. Am Anfang steht die Frage: „Wer bin ich und was will ich?“ Die Auseinandersetzung mit eigenen Stärken, Interessen und Werten ist die Basis. In Tirol müssen Jugendliche diesen Weg jedoch nicht allein gehen.
Ein dichtes Netzwerk aus digitalen Werkzeugen, praktischen Erfahrungen und persönlicher Beratung bietet Orientierung für jede Lebensphase. Ein umfassendes System, verankert in den Schulen durch das Gütesiegel „Berufsorientierung plus“ und gestützt durch das AMS, soll sicherstellen , dass jede und jeder in Tirol die beste Unterstützung für eine erfolgreiche berufliche Zukunft erhält.
Wo, was, wie?
Sich im Dschungel der Tiroler Bildungslandschaft zurechtzufinden, ist nicht immer einfach. Es gibt zahlreiche Plattformen, die bei der Suche nach Aus- und Weiterbildungen unterstützen.
Studienberatung
- Hilfreiche Tipps, Anleitungen und Unterstützung für alle, die ein Studium beginnen möchten.
AMS-Jugendseite
- Erste Anlaufstelle für junge Menschen auf der Suche nach Ausbildungsmöglichkeiten, Lehrstellen und Jobs.
Bildungsberatung Tirol
- Kostenlose und persönliche Beratung zu Bildungs- und Berufswegen in Tirol.
- Eine Plattform mit Informationen zu über 2000 Berufen
Jugendcoaching
Jugendcoaching zielt darauf ab, ausgrenzungsgefährdeten Jugendlichen Perspektiven aufzuzeigen, die ihren Fähigkeiten entsprechen.
Visio
Internetauftritt der Messe für den Berufs- und Bildungsweg
„Nimm dir Zeit, dich auszuprobieren“
Warum eine falsche Entscheidung kein Weltuntergang ist,erklärt Christina Spanner, Projektleiterin bei Innovia, im Gespräch.
Was ist Ihr bester Tipp bei der Ausbildungswahl?
Christina Spanner: Nimm dir Zeit, dich auszuprobieren und verschiedene Berufe in der Praxis besser kennen zu lernen. Schnuppertage, Beratung und Information durch Unterstützungsangebote und Gespräche mit Fachkräften können sehr hilfreich sein, die eigenen Stärken und Interessen besser einzuordnen. Wer seine eigenen Kompetenzen kennt, kann selbstbewusster entscheiden.
Wenn man eine Lernschwäche, eine Behinderung oder psychische Schwierigkeiten hat – gibt es trotzdem gute Ausbildungsmöglichkeiten in Tirol?
Spanner: Ja, auf jeden Fall. Es gibt vielfältige Angebote, die vor und während der Ausbildung begleiten und unterstützen können. Dazu zählen beispielsweise das Jugendcoaching, Berufsvorbereitungen und passende Ausbildungsmodelle wie Teilqualifizierung und verlängerte Lehre. Kompetente Stellen begleiten und fördern individuell, niemand muss seinen Weg allein gehen.
Und wenn man mittendrin merkt, „das passt irgendwie doch nicht“, was dann?
Spanner: Das passiert öfter, als man denkt. Ein solcher Moment muss nicht als Scheitern gesehen werden, sondern bietet die Chance zur Neuorientierung. Wichtig ist, sich frühzeitig Unterstützung zu holen, etwa durch Beratungsstellen wie Lehrlings- und Jugendcoaching. Es gibt flexible Modelle und Möglichkeiten, den Ausbildungsweg anzupassen und neu zu gestalten.
Wenn Sie einem Jugendlichen in Tirol, der bei der Berufswahl völlig unentschlossen ist, einen einzigen zentralen Ratschlag geben könnten: Welcher wäre das?
Spanner: Trau dir etwas zu und nimm Unterstützung in Anspruch, wenn es mal schwieriger wird. Mit Mut und Begleitung wird jeder Schritt leichter.
Jugendcoaching
Christina Spanner ist Projektleiterin bei der Innovia gem GmbH. Gemeinsam mit dem Sozialministeriumservice und weiteren Partnern informiert sie auf der Visio in Innsbruck Jugendliche über Berufs- und Ausbilungsmöglichkeiten. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf Jugendcoaching und Barrierefreiheit.