Experten diskutieren Naturgefahren und Kraftwerksausbau im Kaunertal
Am Freitag (21. November) findet im QuellAlpin Kaunertal eine Podiumsdiskussion zum Thema „Sicherheit im Kaunertal“ statt. Im Fokus stehen die zunehmenden Naturgefahren durch den Klimawandel und die Auswirkungen des geplanten Kraftwerksausbaus auf die Region.
Die Veranstaltung bringt renommierte Wissenschaftler, lokale Entscheidungsträger und Projektverantwortliche zusammen, um über die Herausforderungen zu diskutieren, mit denen das Kaunertal konfrontiert ist. Durch das Schmelzen der Gletscher und des Permafrosts werden die Berge zunehmend instabiler, was das Risiko von Hangrutschungen, Bergstürzen und Flutwellen erhöht.
Gleichzeitig wirft der geplante Ausbau des Kraftwerks Kaunertal zentrale Sicherheitsfragen auf: Wie kann neue Infrastruktur im Hochgebirge unter diesen veränderten Bedingungen sicher gestaltet werden? Welche konkreten Auswirkungen hat dies für die Bevölkerung im Tiroler Oberland?
Verschiedene Perspektiven
Die Diskussionsrunde vereint verschiedene Perspektiven: Mit dem Geomorphologen und Glaziologen Wilfried Haeberli von der Universität Zürich und dem Hochgebirgsforscher Jan Beutel von der Universität Innsbruck sind zwei ausgewiesene wissenschaftliche Experten vertreten. Die lokale Sicht bringen Christian Kalsberger, Bürgermeister der Gemeinde Kaunertal, und Anita Hofmann, Obfrau der Initiative Lebenswertes Kaunertal, ein. Die Position des Kraftwerksbetreibers vertritt Michael Holzmann, Talsperrenverantwortlicher für den Ausbau Kaunertal bei der Tiwag.
Im Anschluss an die Podiumsdiskussion sind alle Teilnehmer*innen eingeladen, sich an einer offenen Diskussion zu beteiligen, bei der gemeinsame Lösungsansätze erarbeitet werden sollen. Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten – eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.