„Ökologische Verbrechen“

Warum der Canal Grande und andere Gewässer in Italien giftgrün leuchteten

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Klima-Aktivisten färbten am Samstag den Canal Grande in Venedig und zehn weitere italienische Gewässer.

Venedig – Aktivisten der Klimabewegung Extinction Rebellion haben am Samstag die Gewässer des Canal Grande in Venedig sowie Flüsse und Brunnen in zehn weiteren italienischen Städten grün gefärbt. In Venedig nahm auch die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg an der Aktion teil. Die Sicherheitskräfte griffen ein, identifizierten mehrere Teilnehmer und beschlagnahmten Musikinstrumente sowie ein ausgerolltes Banner.

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Die Aktivisten wollten nach eigenen Angaben auf "ökologische Verbrechen" der italienischen Regierung aufmerksam machen und Orte markieren, an denen Umweltzerstörung bereits sichtbar sei, berichteten italienische Medien. Gefärbt wurden zudem das Meer vor Triest und das historische Hafenbecken La Cala in Palermo.

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Grün gefärbt wurden unter anderem der Fluss Po in Turin, der Fluss Reno im Canale delle Moline in Bologna, Teile der Mailänder Navigli, der Bach Parma in Parma sowie der stark belastete Fluss Tara im süditalienischen Tarent, der nach Ansicht der Aktivisten sowohl durch das ehemalige Stahlwerk Ilva als auch durch ein geplantes Entsalzungsprojekt bedroht ist. In Padua und Genua wurden die Gewässer der zentralen Stadtbrunnen grün gefärbt. (APA)