Naturnahe Bestattung: Neues Baumgrab am Pradler Friedhof eröffnet
Inmitten von 40 neu gepflanzten Bäumen und Großsträuchern können Verstorbene nun in Innsbruck ihre letzte Ruhe finden. Die Stadt reagiert damit auf den wachsenden Wunsch nach naturverbundenen Bestattungsformen.
Innsbruck – Zwischen Einsegnungshalle und Kapelle im östlichen Teil des Pradler Friedhofs hat die Stadt Innsbruck eine neue Baumgrabstätte geschaffen. Das Konzept: Urnenbeisetzungen ohne klassische Grabsteine in einem parkähnlichen Umfeld. Die Namen der Verstorbenen werden stattdessen auf vier Metallstelen verewigt, die im Kreis angeordnet sind und symbolisch für die Jahreszeiten stehen.
"Wir erleben, dass die Nachfrage nach neuen Bestattungsformen zunimmt. Besonders eine naturverbundene letzte Ruhestätte wünschen sich immer mehr Menschen", erklärt Alexander Legniti von der Friedhofsverwaltung.
Ein Bestattungs-Wald für Urnen
Die Anlage besteht aus vier Freiflächen, die um einen zentralen, runden Platz angeordnet sind. In diesen Bereichen wurden 40 Bäume und Großsträucher gepflanzt. "Die Idee dahinter ist, dass wir hier einen kleinen Urnenbestattungs-Wald entstehen lassen. Jedes der vier Wäldchen ist einer Jahreszeit gewidmet", erläutert Lisa Stöllnberger vom Amt für Grünanlagen.
Im Zentrum der kreisförmigen Anlage befindet sich ein Ort der Verabschiedung mit einem metallenen Hochbeet und einem kleinen Altar aus Stein. Als markantes Leitmotiv dient ein "Metallbaum", der vom Innsbrucker Künstler Bernhard Witsch in Zusammenarbeit mit einer Projektgruppe des Vereins CUBIC konzipiert wurde.
Die Bauausführung erfolgte durch die Firma STRABAG, während die Metallarbeiten für die 2,2 Meter hohen Stelen und das Hochbeet von der Schlosserei der IIG umgesetzt wurden. (TT)