Nachfolger steht fest

Letzte Sendung nach 44 Jahren: ORF-Korrespondent geht in Pension

Ernst Gelegs bei seiner letzten Zuschaltung am Montag in der ZiB 1.
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Ernst Gelegs geht nach 44 Jahren beim ORF in Pension. Am Montag hatte er seinen letzten Auftritt.

Wien – ORF-Korrespondent Ernst Gelegs hatte am Montag seinen letzten Auftritt im Fernsehen und verabschiedet sich nun in die Pension. In der Zeit im Bild 1 wurde der Leiter des Osteuropabüros aus Budapest zugeschaltet.

„Mit großem Vergnügen begrüße ich ihn in Ungarn, heute an seinem letzten Arbeitstag“, begann Moderatorin Susanne Höggerl das Gespräch, in dem Gelegs den Wahlkampf in Ungarn und den Wandel von Viktor Orbán analysierte. Am Ende der Zuschaltung bedankte sich Höggerl für seine „unzähligen Einsätze“. „Es war uns eine Freude“, so die Verabschiedung. Kollege Tobias Pötzelsberger übernahm die Moderation für den nächsten Beitrag – konnte sich davor aber einen kurzen, charmanten Kommentar nicht verkneifen: „Ernst Gelegs, ein guter Mann!“

Mit „Es war uns eine Freude“ verabschiedete sich Moderatorin Susanne Höggerl vom langjährigen ORF-Korrespondenten.
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44 Jahre beim ORF

Gelegs baute das ORF-Osteuropabüro in Budapest im Jahr 2000 auf. Von dort aus werden u.a. die Länder Ungarn, Slowakei, Tschechien, Polen und Rumänien betreut. „26 Jahre als Auslandskorrespondent im Dienst des ORF-Publikums zu stehen, war ein großes Privileg, das ich sehr gerne erfüllt habe“, wurde Gelegs, der es auf insgesamt 44 Dienstjahre im ORF bringt, zitiert. ORF-Chef Roland Weißmann dankte Gelegs für seine „enorme Professionalität“.

📽️ Video | Ernst Gelegs letzter Auftritt

Paul Krisai übernimmt

Gelegs Nachfolger steht bereits fest: Paul Krisai übernimmt mit 1. Dezember die Leitung des ORF-Osteuropabüros. In der Vergangenheit hatte er bereits das Korrespondentenbüro in Moskau geleitet. Mit Krisai entsende man einen der „Top-Auslandsjournalisten“, der in Moskau in einer äußerst herausfordernden Zeit das Publikum stets umfassend informiert habe, so ORF-Chef Weißmann.

2023 wurde Paul Krisai zum Journalist des Jahres gekürt.
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Krisai selbst erachtet den Osten Europas heute als „relevanter denn je“. „Dort entscheidet sich in vieler Hinsicht die Zukunft unseres gesamten Kontinents“, so der 31-Jährige, der gegenwärtig im ORF-Newsroom in Wien tätig ist. (TT.com, APA)