Ersatzroute für Schluchtstrecke

Harpfnerwandtunnel nach dreijähriger Sanierung wieder offen

Der Tunnel verbindet Mayrhofen mit Ginzling.
© Verbund

Nach fast drei Jahren Bauzeit ist der 2,6 Kilometer lange Harpfnerwandtunnel bei Mayrhofen wieder für den öffentlichen Pkw-Verkehr freigegeben. Der Verbund Konzern und das Land Tirol haben den einspurigen Tunnel umfassend modernisiert. Die Strecke dient künftig als wichtige Ersatzroute, falls die Schluchtstrecke zwischen Mayrhofen und Ginzling gesperrt werden muss.

Die Sicherheit stand bei der Sanierung im Vordergrund. "Wir haben den Harpfnerwandtunnel auf modernen Sicherheitsstandard gebracht – von Rettungsnischen mit Atemluftversorgung bis zu neuer Lüftung, Beleuchtung und Videoüberwachung", erklärt Marco Fiegl, Werksgruppenleiter beim Verbund.

Der Tunnel wurde mit Rettungsnischen, neuer Lüftung, Beleuchtung und Videoüberwachung ausgestattet.
© Verbund

Besonders anspruchsvoll waren laut Österreichs führendem Energieunternehmen die Arbeiten im felsigen Nordportalbereich, wo Schremm- und Sprengarbeiten nötig waren. Die lärmintensiven Maßnahmen wurden bereits Ende März 2024 abgeschlossen.

Tunnel wurde 1965 errichtet

Der Tunnel wurde ursprünglich 1965 im Zuge des Kraftwerksbaus errichtet, als die Schluchtstrecke Dornauberg noch nicht ausgebaut war. Mit seinem Längsgefälle von über 7 Prozent stellte er besondere Anforderungen an Sicherheit, Entwässerung und Lüftung.

Die jetzt abgeschlossene Modernisierung bringt den Tunnel auf den aktuellen Stand der Technik und verbessert die regionale Verkehrsinfrastruktur. Die Verbund-Werksgruppe Zillertal betreut insgesamt rund 70 Kilometer Straßen, davon etwa acht Kilometer Tunnel und Galerien.

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