Wer wählt die schönsten Geschenke?
An Weihnachten geht es neben dem Treffen der Familie vor allem um eines: Geschenke.
Jeder geht bei der Suche danach anders vor. Eine kleine Analyse der Schenk-Typen.
Noch einen Monat bis zum heiligen Fest. Doch längst nicht jeder hat schon alle Geschenke besorgt. Schmuck, Gutscheine oder Kleidung? Dem einen fällt die Auswahl für seine Liebsten leicht, der andere hadert. Kein Wunder, ist doch jeder ein anderer „Schenk-Typ“. Da lohnt sich ein kleiner Blick auf die verschiedenen Charaktere.
Der Empathische
Für ihn gilt das Credo: Nach Weihnachten ist vor Weihnachten. Das ganze Jahr über hört er aufmerksam zu und versucht, dabei herauszudestillieren, was sich sein Gegenüber wünscht.
Was könnte angenehmer sein, als mit einem Empathen verheiratet zu sein? Doch Vorsicht: In diesem Fall sollte man nicht jeden vergänglichen Wunsch äußern. Sonst findet man den Gutschein für einen Jodelkurs, den man vor Monaten als Scherz geäußert hat, unter dem Weihnachtsbaum.
Der Chaot
Dieses Empathenproblem findet man hier nicht. Im Gegenteil. Er wird stets aufs Neue überrascht, wie rasch Weihnachten doch vor der Türe steht. Dann geht’s ab zur Tankstelle, um Pralinen zu kaufen.
Ebenso überrascht ist der Chaot dann, wenn die nicht zu Begeisterungsstürmen führen. Am besten, der Chaot sorgt vor und besorgt schon im Jänner ein Schmuck- oder Kleidungsstück, das er zum nächsten Anlass stolz präsentieren kann.
Der Ignorant
Er ist hocherfreut über Deals, dass man sich zu Weihnachten nichts schenkt. Blöd nur, wenn sich das Gegenüber dann nicht daran hält und der Verweigerer in Verlegenheit kommt.
Um Streit vorzubeugen, sollte man sich wenigstens darauf einigen, sich eine Kleinigkeit, wie ein Spiel, zu besorgen.
Der Berechnende
Wie wäre es mit einer Kaffeemaschine für die Partnerin? Klingt liebevoll. Wäre da nicht die Vermutung, dass der Berechnende – zufällig ein passionierter Kaffeetrinker – sich selbst Vorteile dadurch erhofft. Noch deutlicher wird es, wenn er seiner Frau ein Fitnessgerät oder Bügeleisen überreicht.
Besser wäre, er spricht ein schwelendes Problem direkt an, als Bügeleisen statt Blumen sprechen zu lassen.
Der Angeber
Mit ihm wird Weihnachten zum finanziellen Kräftemessen. Seine Geschenke sind nämlich übertrieben pompös und geben dem Beschenkten das Gefühl, nicht mithalten zu können.
So strebt der Angeber nach Macht und dem Gefühl, dass der andere in dessen Schuld steht. Trotzdem genießt so mancher Beschenkte die teuren Präsente. Andere Beziehungen könnten aber auch daran zerbrechen.
Der Unsichere
Die Auswahl in Geschäften ist enorm: Spielzeug? Schmuck? Kleidung? Fatal für den Unsicheren, denn er kann sich nicht entschließen, was sein Gegenüber freut.
Ihm wäre geholfen, sich für Gutscheine zu entscheiden oder Geld zu verschenken.
Der Kreative
Er legt gern Hand an: Vom selbst gestalteten Fotokalender über im Origami-Stil gefaltetes Geld bis hin zu bedruckten T-Shirts.
Lobenswert, wie viel Arbeit er investiert. Doch er sollte in Sachen Kreativität nicht übertreiben – denn die Freude des Partners ist wichtiger als die eigene Selbstverwirklichung.