Genuss

Ein Heiliger Abend, der allen schmeckt

Wenn sich an Heiligabend die ganze Familie versammelt, wird gerne groß aufgetischt. Wenn alle zusammenhelfen, bleibt auch für die Köchin oder den Koch genügend Zeit für den gemeinsamen Genuss.
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Ein stressfreies kulinarisches Weihnachtsfest ist das Ergebnis guter Planung und rechtzeitiger Vorbereitung.

Der Heilige Abend ist für viele Familien einer der wenigen Anlässe im Jahreslauf, an dem sich alle rund um den Esstisch versammeln. Für die Person, die das Festmahl zubereitet, kann das zum erschöpfenden Marathon zwischen Küche und Gästen werden. Zwischen Braten, Servieren und Dekantieren verliert sich mitunter die gute Laune und die besinnliche Stimmung weicht einer Erschöpfung. Mit frühzeitiger Planung und einer guten Portion Gelassenheit an Heiligabend gelingt ein Mehrgenerationen-Essen, das alle nicht nur satt, sondern auch glücklich macht und allen in guter Erinnerung bleibt.

Gut planen

Die wichtigste Zutat für ein stressfreies Festmahl ist eine durchdachte Organisation. Für alle, die beim Weihnachtsessen keiner Familientradition folgen, bedeutet das, vorab das Menü gemeinsam zu besprechen. Ist ein warmes Mahl gewünscht oder genügt eine kalte Platte? Welche Vorlieben (Fleisch, Fisch, vegetarisch, vegan) müssen berücksichtigt werden? Sind Gäste mit Unverträglichkeiten eingeladen? Soll ein fertiges Tellergericht serviert werden oder möchte jeder am Tisch sein Essen selbst zubereiten (Raclette, Fondue, heißer Stein)? Wie umfangreich soll die Speisenfolge sein (Anzahl der Gänge)? Und: Wer ist aller eingeladen?

Sobald das Menü definiert ist, wird die Einkaufsliste erstellt. Haltbare Zutaten lassen sich gut vorab besorgen, dann entfällt der Stress im Lebensmittelgeschäft kurz vor den Feiertagen. Bestellungen beim Metzger, Bäcker, Obst-/Gemüsehändler, in der Vinothek uvm. wollen frühzeitig in Auftrag gegeben werden. Ebenfalls im Voraus planen lässt sich die Reihenfolge der Zubereitung. Mitunter können die Aufgaben auf mehrere Tage verteilt werden und an Heiligabend selbst bleibt mehr Zeit.

Alle einbinden

Weihnachten ist ein Fest der Gemeinschaft und diese lässt sich gut in die Vorbereitungen einbinden. Wir wäre es mit einem Familienbuffet, für das die Gäste nach Absprache etwas mitbringen? Vielleicht reist jemand früher an und hilft in der Küche? Kann ein Familienmitglied/Gast die Tischdekoration übernehmen, servieren oder den Abwasch hinterher erledigen? – Viele Hände machen bekanntlich selbst viel Arbeit rascher ein Ende.

Die Tage vor dem Fest eignen sich hervorragend, Desserts, Dressings, Beilagen und Saucen vorzubereiten. Manche Zutaten für die Hauptspeise können schon am Vortag geschnitten und bereitgestellt werden. Wer zudem am 24. Dezember frühzeitig startet, kann durch einen Überraschungsbesuch nicht aus dem persönlichen Koch-Zeitkonzept geworfen werden.

Gelassenheit üben

Das Kind mäkelt, die Eltern kritisieren und die Stimmung ist am Kippen? – Im Umgang mit Familienfeiern ist Gelassenheit die größte Herausforderung. Übrigens: Auch an Weihnachten muss nicht alles überperfekt sein, schließlich geht es ja um das gemeinsame Feiern und nicht um die Bewerbung für eine Gourmetauszeichnung.

Vorschlag Zeitplan

  • 3 Wochen vorher: Gästeliste und Menü fixieren, Rezepte zusammenstellen, Tischdekoration überlegen.
  • 2 Wochen vorher: haltbare Lebensmittel und Getränke einkaufen; vorbestellen.
  • 1 Woche vorher: frische haltbare und gut lagerfähige Zutaten kaufen (Kartoffeln etc.).
  • 1–2 Tage vorher: frische Zutaten besorgen (Obst, Gemüse, Salat, Kräuter ...); Getränke einkühlen; Bestellungen abholen; Vorbereitungen starten.
  • Heiligabend: vormittags den Tisch decken; Getränke vorbereiten; Frisches kochen und gemeinsam genießen.